Weisse Schäferhunde von Meierhafe
Züchter für Weisse Schweizer Schäferhunde in Niedersachsen 

Die ersten vier Wochen sind im 1. Teil des Welpen-Tagebuchs dokumentiert

 

Welpen-Tagebuch 2. Teil

19.09.

Heute gibt's mal Fotos ohne Text:

18.09.

Nach der rasanten Entwicklung in den letzten Wochen gibt es im Moment sowas wie eine Stabilisierungsphase, in der - außer dem beeindruckenden Größenwachstum - keine einschneidenden Veränderungen mehr zu beobachten sind. Die Welpen schlafen und raufen sich durch den Tag und üben alles, was sie für's Leben brauchen. Lauern, Anschleichen, Überfallen, genau so wie Nachgeben, Beschwichtigen und freundliche Kontaktaufnahmen. So lernen sie ihre Kräfte einzuschätzen und gut miteinander auszukommen. Indi ist noch ganz viel dabei, auch wenn sie meistens nur daliegt und beobachtet. Die Kleinen finden es gar nicht so schwierig, sie auch mal in Ruhe zu lassen. Mama ist schließlich nicht die einzige Attraktion in ihrem Leben.

17.09.

Mit sieben Wochen sind unsere kleinen Helden schon richtig alte Hasen geworden. Sie kennen sich aus in ihrer Welt und wissen ungefähr, was sie zu erwarten haben. Ich habe mir abgewöhnt, einzelne rauszuholen, um sie ins Haus oder in andere Bereiche mitzunehmen. Das schafft sofort eine neue Erwartungshaltung mit der diese Welpen später jammernd und schreiend am Zaun stehen. Unsere gemeinsamen Ausflüge in den Wald und auf die Wiesen sollten erstmal genug sein, bis wir in ein paar Tagen mit dem Autofahren beginnen.

16.09.

Es wird herbstlich und manchmal auch nass. Bisher habe ich die Welpen, sobald Regen in Sicht war, in den überdachten Bereich gesperrt, aber eigentlich sollten sie - wenigstens tagsüber - die Chance haben, selbst zu lernen, wann sie den Schutz vor Nässe brauchen und wo sie ihn finden. Mal sehen, ob ich es aushalte, ihnen dabei zuzusehen. Übergangsweise kann ich sie vielleicht reinlocken, denn wenn ich reingehe und sie rufe, kommen sie meistens hinterher.

Als ich heute mit gezückter Kamera aus dem Haus trat, kam mir Hummel schon entgegen:

15.09.

Die Welpen haben alle ein überdurchschnittliches Gewicht und - das allein ist maßgeblich - fühlen sich eher speckig als knochig an: Es ist zwar noch früh, aber getreu dem Motto "weniger ist mehr" bekommen sie ab heute nur noch drei Mahlzeiten täglich. Die letzte Mahlzeit (gestern um 24:00 Uhr) fällt ab sofort aus. Die dritte und letzte Mahlzeit des Tages werden sie heute gegen 20:30 Uhr bekommen. Dann müssen sie durchhalten bis morgen früh um 7:30 Uhr (oder so). Die Mittagsmahlzeit besteht übrigens schon seit einiger Zeit nur noch aus Frischfleisch mit Gemüse. Heute gab es einen Pansen-Muskelfleisch-Innereien-Mix vom Rind mit gekochtem Kartoffel-Wurzel-Rotebeete-Mangold-Gemüse aus dem Garten und zum Nachtisch für jeden zwei bis drei (kleine) Hühnerhälse. Das ist weniger aufwendig als es klingt, denn unsere Großen bekommen so was Ähnliches. Dazu gibt es wechselnde Öle (Leinöl, Dorschleberöl, Lachs-Hanf-Öl), Seealgen-Mehl und manchmal extra Calzium, wenn nicht genug Knochen/Knorpel dabei war. Sie vertragen alles, als wären sie damit groß geworden. Das eingeweichte Trockenfutter wird übrigens genau so gut vertragen, wenn auch nicht annähernd so gern gegessen! Aber man muss nicht eine Art des Fütterns zur Religion machen: Ihr könnt später füttern, was ihr wollt, solange alles drin ist, was sie brauchen - und möglichst wenig, was sie nicht brauchen oder was ihnen schadet - werden sie damit klarkommen.

14.09.

Heute fand der Waldspaziergang in großer Begleitung statt, denn vier Welpen hatten ihre neuen Familien zu Besuch. Warum sie bloß immer so viel schlafen müssen, wenn sie vorgeführt werden sollen!?

13.09.

Gestern haben wir den ersten Waldspaziergang mit den Kleinen gemacht. Dabei kam es darauf an, dass die Großen nicht anfingen zu rennen, sonst wären die Welpen orientierungslos hinterher gerannt und hätten sofort Stress bekommen. Das hat aber gut geklappt, und nach etwa zehn Minuten haben wir uns mit ihnen noch eine Weile draußen ins Gras gesetzt. Als alle zur Ruhe gekommen waren, ging es wieder zurück in den vertrauten Bereich. Heute wussten die Welpen schon, wohin sie wollten. Sie sind ganz gezielt in Richtung der alten Höhle gelaufen. Die wurde schon vor Jahren von Indi unter der Wurzel eines umgestürzten Baumes angelegt, nach und nach immer weiter gebuddelt und fasst inzwischen mindestens zwei große Hunde und sicher alle Welpen. So ganz geheuer ist mir noch nicht dabei, die Welpen darin verschwinden zu sehen, da ich nicht sicher bin, ob ich sie auch wieder rausholen könnte. Bisher sind sie immer irgendwann wieder hochgekommen. Man muss einfach abwarten. - Die Fotos sind von heute.

12.09.

Allmählich kommt Klarheit in die Verteilungsfragen, sodass die meisten sich schon auf ihre/n Auserwählte/n freuen können. Wäre da nicht die missliche Situation, dass zwei Welpen aus dem Wurf in die Zucht gehen sollen und deshalb noch länger unter Beobachtung bleiben, bevor sie endgültig ihren Familien zugeordnet werden, wüssten jetzt schon alle, wen sie in gut zwei Wochen zu sich nachhause holen können. Zum Glück haben wir wieder Menschen gefunden, die sich für mehr als einen Welpen begeistern können. Auch wenn das bei dieser Auswahl nicht soo schwierig ist, kann ich doch verstehen, dass jeder sich gern auf "seinen" Welpen freut, besonders, wenn man sie nun schon so lange kennt und ihr Heranwachsen beobachtet. Also:  Danke für eure Geduld!

Aus gegebenem Anlass gibt es heute mal besonders viele Hobbit-Fotos:

11.09

Morgens ist jetzt alles nass vom Tau, und nach ein paar Runden im Sand haben sich unsere weißen Welpen in kleine Schäferschweine verwandelt. Wie man sieht steht Spielzeug gerade hoch im Kurs. Die Großen mischen dabei fröhlich mit, lassen sich mit der Beute verfolgen und nutzen sie auch, um den Unterschied zwischen mein und dein zu erklären.

10.09.

So langsam zeigen sie, was in ihnen steckt: Die Mädels sind eine frecher als die andere, allen voran die kleine Hope. Sie haben viel Spaß daran, sich und die Großen zu ärgern. Hinnerk hat eine besonders ruhige und umsichtige Art. Selbst wenn er die kleineren Geschwister dominiert und sich dabei ganz cool über sie stellt, bleibt er ruhig und regt sich eigentlich nie auf. Hemp zieht sich oft noch zurück, aber wenn er mitmischt, kann er sich auch durchsetzen. Hennes und Hobbit sind ähnlich aktiv und aufgeschlossen, wobei Hennes der größere Angeber ist und Hobbit eher fröhlich und unbefangen seines Weges geht.

09.09.

Unsere H-Welpen sind heute sechs Wochen alt. Jetzt sind ihre Sinne voll entwickelt, sie sind schnell und sicher auf den Beinen, können sich im gestern erweiterten Auslauf gut orientieren und beginnen nach Herzenslust zu raufen und zu randalieren. Das Blatt mit den Gewichten ist mir heute morgen weggeflogen, ohne dass ich es sofort bemerkt habe. Als ich es einsammeln wollte, habe ich nur noch zerkaute kleine Fetzen gefunden, also musste ich noch einmal wiegen. Bei all ihrer Lebensfreude werden die kleinen Helden täglich hübscher! Manche heben ihre Ohren schon ein wenig in Richtung Himmel, und man bekommt eine Ahnung davon, wie sie mal als erwachsene Schäferhunde unterwegs sein werden.

Zum Geburtstag gibt es für die Welpen die dritte Wurmkur und hier die Gewichte: Hinnerk 6230g, Hemp 5850g, Hennes 5800g, Hobbit 5760g, Hummel 5750g, Helene 5560g, Hermine 5150g, Hope 4970g.


08.09.

Von einem Tag auf den anderen scheinen die Welpen plötzlich viel schneller und bewußter geworden zu sein. Selbst Hemp, der gestern noch schwer aus seiner verträumten Welt zu locken war, klettert heute auf die Liege und sieht sich herausfordernd um (s.Foto). Wir werden den Sonntag ohne Besucher nutzen, um den Auslauf zum Haus hin zu erweitern. Die Kleinen kriegen dann mehr mit von uns und ich kann sie noch besser beobachten.

07.09.

Indi hat jetzt "abgestillt" und Welpenmilch gibt's auch nicht mehr. Das Starterfutter wird nur noch kurz mit etwas heißem Wasser eingeweicht und viermal am Tag im Abstand von ca 5 Stunden verabreicht. Das ist alles. Aber sie mögen es, wachsen und gedeihen, haben weder Durchfall noch andere Beschwerden. Wenn wir Glück haben bleibt das so! - Ach so:  zweimal am Tag gibt es noch kleine Tartarkügelchen als Snack zwischendurch. Die lutschen sie mir mit Begeisterung aus den Fingern. Müsste nicht sein, macht aber Spass.

06.09.

Es geht sehr ruhig zu unter den Welpen. Sie schlafen immer noch die meiste Zeit, sonst sind sie drinnen und draußen unterwegs, erkunden ihre Räume, kämpfen und kuscheln mit den Geschwistern, haben akzeptiert, dass Mama keine Milch mehr hat und behandeln mich wie ihresgleichen. Ich bin jedesmal berührt von ihrem Vertrauen, mit dem sie total entspannt zulassen, was ich mit ihnen mache. Natürlich achte ich darauf, keinen einfach so zu greifen, sondern zuerst einen sanften Kontakt herzustellen und dafür zu sorgen, dass sie dabei ein gutes Gefühl haben. Andererseits werden sie auch mal zur Seite geschubst, wenn sie ihre spitzen Zähne bei mir einsetzten. Manche sind sehr hartnäckig und versuchen es immer wieder, dann bekommen sie die passenden Rückmeldungen solange, bis sie damit aufhören. Sie lernen noch sehr langsam und brauchen viele Wiederholungen, aber Indi schafft es mit Geduld und Ausdauer, ihnen die ersten Grenzen zu setzen. Dabei wird sie vom Rest des Rudels nach Kräften unterstützt. Wir Menschen können beim Zusehen lernen, wie es geht, sich Respekt und Vertrauen von Anfang an zu erarbeiten.

05.09.

Weil das Wetter gerade sehr wechselhaft ist, versuche ich die Kleinen vor jedem Schauer reinzubringen und danach wieder rauszulassen - wenn sie nicht gerade im Tiefschlaf sind. Leider haben sie es noch nicht allein drauf, bei Regen rein zu gehen, sie suchen eher Schutz unter der Gartenliege oder einer Bank. - Aber sogar die Großen laufen manchmal durch den Regen, statt sich in die geschützten und trockenen Bereiche zu legen. Bis das Fell richtig durchnässt ist, dauert es zwar eine Weile, aber das möchte ich nicht abwarten, schon gar nicht bei den Welpen. Für die Fotos habe heute morgen einen kurzen Sonnenmoment genutzt.

04.09.

Die Kleinen haben immer längere Zeiten, in denen sie wach sind. Dann erkunden sie ihre Umgebung und rangeln miteinander oder mit den Großen. Auch Spielzeug wird schon gern genommen, zum Rumtragen, Angeben und Bunkern.

03.09.

Wie wär's mal wieder mit einem Einblick in den Stand der Gewichte? Für die Übersichtlichkeit jetzt nach Gewicht sortiert, der Schwerste zuerst:

Hinnerk 5030g, Hemp 4720g, Hennes 4630g, Hobbit 4610g, Hummel 4500g, Helene 4390g, Hermine 4190g, Hope 4000g

02.09.

Mit fünf Wochen lernen die kleinen Hs gerade, dass Mama keine wandelnde Milchbar ist. Indi verbringt gern Zeit mit ihren Kindern, säugt sie auch noch in größeren Abständen, muss ihnen aber zwischendurch immer wieder klar machen, dass sie an ihrem Gesäuge gerade nichts mehr verloren haben. Manchmal hilft Jamie, indem er sich als Ablenkung zur Verfügung stellt.

01.09.

Nach und nach kriegen die Welpen immer mehr mit von ihren Besuchern. Wer gerade wach ist, genießt es, sich ausgiebig bekuscheln zu lassen, egal ob von uns oder von bisher Unbekannten, Hauptsache, es fühlt sich gut an. Die Großen drängeln sich dabei gern vor, und spätestens wenn die Welpen  wieder schlafen, sorgen sie dafür, dass die Gäste immer einen Hund bei sich haben.

31.08.

Heute nacht haben die Welpen sechs Stunden durchgeschlafen! Sie werden groß, stark und erfinderisch. Gern testen sie ihre Zähne an Menschenfüßen mit oder ohne Schuhe. Gleichzeitig sind sie sehr aufmerksam, suchen den Blickkontakt, reagieren auf meine Stimme und genießen sanfte menschliche Berührungen. Es wird wieder ein sehr heißer Tag und wir werden mit den heutigen Besuchern noch einmal den Waldspielplatz nutzen.

30.08.

Im Moment ist alles genau so, wie man es sich wünschen würde: gesunde und fröhliche Welpen, die ihre Welt entdecken; freundliche, zufriedene Alt-Hunde, die mit uns das Leben genießen und unseren Nachwuchs geduldig ins Leben begleiten; wunderschönes Wetter, überschaubare Aufgaben und immer wieder sehr nette Besucher, die sich schon auf ihre zukünftigen Mitbewohner freuen. Wir sind dankbar, dass wir so leben dürfen!

Ab sofort git es wieder ganz aktuelle Fotos:

29.08.

Heute morgen hat Indi zum ersten Mal ihren Welpen etwas von ihrem gerade verschlungenen Barf-Futter vorgewürgt. Auch wenn mir das ziemlich überflüssig erschien, nachdem die Kleinen gerade ihren Brei und Mamas Milch zu sich genommen hatten, war ich doch beeindruckt, wie gierig sich die ganze Meute auf die relativ groben Fleischstücke gestürzt hat. Am Ende war tatsächlich alles wieder verschwunden (gottseidank!). Bevor sie gebarft wurde (bei früheren Würfen), hat Indi ihren Kindern sehr selten Futter vorgewürgt. Wer weiß, ob nicht die Frischfütterung auch wieder den Zugriff auf ein ursprünglicheres Verhalten nahelegt? (Nicht, dass das im zivilisierten Meierhafe nötig wäre!)

Im übrigen sind hier seit gestern abend gewaltige Wassermassen vom Himmel gestürzt. Bei einzelnen Böen wurde sogar der überdachte Außenbereich der Welpen durchnässt. Die Kleinen waren sichtlich erschrocken und suchten sofort nach Schutz. Ich habe alle abgetrocknet und in die Garage gesetzt, wo sie sich mit Indis Hilfe schnell wieder beruhigen konnten. Mit etwas Spielzeug kamen sie auf andere Gedanken und haben sich nach kurzer Zeit entspannt mit Mama ins Stroh gekuschelt.

Vor dem Regen:

28.08.

Irgendwie mussten die Welpen raus aus der Hitze. Sie lagen nur hechelnd in der Gegend rum, hatten keinen Hunger und keine Lust zum Spielen. Dann hatte Andreas die rettende Idee: ein Waldspielplatz! Es gab noch ungenutzte Welpengitter und am Waldrand waren die Temperaturen erträglich. Sobald die Kleinen dort angekommen waren, wurde aus einem Häufchen Elend wieder eine fröhliche Schaar kleiner Hunde, die erstmal gaaanz viel trinken wollten, dann schlafen, spielen und später auch richtig viel fressen.

27.08.

Zur Zeit ist es draußen so heiß, dass die Welpen erst am späteren Nachmittag aktiv werden, wenn in ihrem Auslauf der Schatten und eine kleine Brise angekommen sind. Die Fotos sind deshalb wieder von gestern und diesmal von Besuchern aufgenommen.

 

Anrufen
Email
Info