Weisse Schäferhunde von Meierhafe
Züchter für Weisse Schweizer Schäferhunde in Niedersachsen 

J-Welpen-Tagebuch Teil 4

hier geht es zu Teil 3, Teil 2, Teil 1


am 02.09. geht es weiter in Teil 5

01.09.

Vor einiger Zeit habe ich beschrieben, dass die Umgangsformen der Welpen ziemlich ruppig werden und ich auf gelegentliche Attacken reagieren muss. Das hat sich inzwischen weitgehend erledigt. Offenbar haben sie schnell gelernt, was sie mit mir machen können und was nicht. Natürlich probieren sie immer wieder neue Sachen aus, reagieren aber auch schon auf feinere Rückmeldungen meinerseits. Wer sich noch nicht so gut durchsetzen kann, ist Malenka. Gerade am Morgen, wenn sie verweigern will, dass alle an ihre Zitzen drängen, steigern sich die Kleinen in einen ziemlich aggressiven Protest hinein. Meistens gibt sie irgendwann nach, die Welpen trinken noch kurz und kommen dann zu dem von mir angebotenen Futter. Wenn alle gleichzeitig auf sie einstürmen, hat sie es besonders schwer, aber man sieht jetzt häufiger, wie sie bei einzelnen lange dranbleibt mit ihrem Griff, um sich endlich den Respekt zu verschaffen, den Indi schon vor Wochen für sich eingefordert hat.

31.08.

Da ich nicht die Zeit habe, alle Fragen, die mir gestellt werden, einzeln per Mail zu beantworten, nutze ich jetzt mal das Tagebuch unserer Jays für eine Stellungnahme zum Thema Kennenlernen der neuen Bezugspersonen.

Vom vorbereitenden Austausch von Gerüchen in die eine oder andere Richtung halte ich nicht viel, weil mitgebrachte "Geruchsproben" in Form von T-Shirts oder Decken sehr schnell in die Toilettenecke gezerrt werden oder anderweitig zweckentfremdet, sodass die gewünschte Verknüpfung sehr fraglich ist. Die Frage ob Besuche zweimal die Woche stattfinden sollten, damit der Welpe schon sehr vertraut mit seinem neuen Besitzer wird, erledigt sich schon dadurch, dass die meisten Menschen einer geregelten Arbeit nachgehen. Auch unser Alltag ist mit anderen Dingen angefüllt, und wir organisieren die Besuche der Welpeneltern so, dass wir sie gut kennenlernen können und sie einen realistischen Eindruck von den Bedingungen unserer Zucht und dem Aufwachsen der Welpen bekommen können.

Für die Welpen ist erstmal das Leben hier vor Ort wichtig. Die ersten Wochen ihrer Entwicklung sind ja voll mit neuen Erfahrungen und Erlebnissen, die alle verarbeitet werden müssen, und zwar auf der Grundlage eines stabilen Umfelds mit den vertrauten Hunden und Menschen. Dass dazu unter anderem auch Besuche von fremden Menschen gehören, versteht sich von selbst. Das bleiben aber fremde Menschen, auch wenn die Welpen sich an die Besuchssituation gewöhnen.

Das Herausholen des Welpen aus seiner Hundefamilie und das Eingewöhnen in die neue Familie bleibt ein ziemlich brutaler Einschnitt. Wir versuchen ihn mit unserem kleinen Ritual (dem gemeinsamen Abschiedsspaziergang nach der ersten Fahrt im fremden Auto) nicht ganz so abrupt ablaufen zu lassen.

Ihr könnt eurem Welpen helfen, wenn ihr in dieser Situation gerade NICHT seine vermeintlichen Gefühle teilt. Euer neues Familienmitglied braucht kein Mitleid und kein Gejammer. Auch verzückte Liebeserklärungen sind keine vertrauensfördernde Maßnahme. Seid ruhig, freundlich und bestimmt! Der Welpe wird eure Stimmung übernehmen, sich an euren Vorgaben orientieren und euch zu seinem neuen Lebenmittelpunkt machen. Je klarer ihr dabei seid, desto leichter hat er es.

Ihr solltet auf jeden Fall vermeiden, dieses kleine Wesen nun zu EUREM Lebensmittelpunkt zu machen! Dieser Rolle ist er nicht gewachsen. Euer Hund braucht eure Führung, um sicher durchs Leben zu kommen. Er soll euch folgen und nicht umgekehrt. Dafür muss er an euch aber eine klare Ausrichtung und Haltung erkennen können, sonst wird er euch nicht vertrauen. Darüberhinaus braucht er einen strukturierten Alltag mit Grenzen und Regeln, in dem er sich orientieren kann.

Ich fürchte, ich wiederhole mich. Aber das ist so wichtig und offenbar noch lange nicht selbstverständlich.

Fotos gibt es morgen wieder.

30.08.

Nachdem wir gestern schon einen kleinen Ausflug auf die Weide gemacht hatten, ging es heute Morgen ganz nach hinten zu unserer Höhle im Wald. Das habe nicht ich entschieden, sondern Malenka und Jamie waren plötzlich dorthin verschwunden mit den Welpen, während ich noch versuchte, Jasper und Juna zum Mitkommen zu überreden. Leider erfolglos, weil sie sich gerade zum Schlafen oben auf den Sandberg gelegt hatten. Dort lagen sie immernoch, als die fünf Ausflügler wieder zurückkamen und sich glücklich und erschöpft um sie herum fallen ließen. Mir ist schon früher aufgefallen, dass nach aufregenden Erlebnissen die Welpen sich besonders eng zusammenkuscheln. Ich hoffe ihr könnt die Geschichte anhand der Fotos ein bisschen nachvollziehen.

Bleibt noch zu berichten, dass Jantjes Halsband seit dem Ausflug spurlos verschwunden ist, und dass Jenny schon den ganzen Morgen über ihr linkes Ohr steil nach oben gerichtet trägt.

29.08.

Weil das Wetter so angenehm war, haben wir gestern gleich zwei Runden Autotraining gemacht, zuerst mit Jara und Jette (mit Jamie), dann mit Jenny und Jantje (mit Malenka). Jara und Jette haben kaum protestiert, waren aber etwas länger angespannt, bis sie schließlich auch schlafend zuhause angekommen sind. Jenny und Jantje waren zu Anfang sehr laut, haben sich dann aber schnell wieder beruhigt und sowohl die Fahrt als auch den Spaziergang neugierig und ziemlich fröhlich mitgemacht.

Wenn wir mit den Welpen zusammen unterwegs sind, erleben wir sie besonders intensiv. Es ist wunderschön, dabei ihr Vertrauen zu spüren, was sie dazu bringt, sich uns ganz selbstverständlich anzuschließen und auch in aufregenden Situationen bei uns zur Ruhe zu kommen.

Die großen Hunde haben schnell wieder verstanden, was ihr Job bei der Angelegenheit ist, nämlich: nicht rennen, nicht links und rechts schnüffeln, sondern in ruhigen Schritten vorangehen und die Welpen mitziehen.

28.08.

Um die Welpen zu wiegen, habe ich heute die Hütte geöffnet. Das sorgte zunächst für eine Riesenaufregung unter den Kleinen. Sie fingen an, ganz wild darin herum zu rennen und zu toben, sodass der Hozfußboden dröhnte, und es war fast unmöglich, sie auf der Waage wieder ruhig zu bekommen. Inzwischen haben sie sich beruhigt, aber die ernsthaften Zweikämpfe unter ihnen nehmen in der letzten Zeit deutlich zu. Ein paar von ihnen sieht man auf den Fotos. Bemerkenswert finde ich das Foto, wo Malenka in derselben Position wie ihre Welpen vor Indi liegt und ihr das Maul leckt. Man kann sie dabei kaum von ihren Kindern unterscheiden.

Die Gewichte: Jogi 8250g, Jasper 8320g, Jenny 7300g, Jara 7500g, Jantje 7650g, Juna 7440g, Jette 7150g.

Jasper sieht man noch nicht so richtig an, dass er jetzt der schwerste Welpe ist, weil Jogi so lang ist und mit seinem zotteligen langen Fell immer noch riesig wirkt. Dass Jenny inzwischen nach Jette die Kleinste ist, hält sie nicht davon ab, eine führende Rolle unter den Geschwistern anzustreben. Die Auseinandersetzung mit Jasper (s. Foto) war lang, ernsthaft und wurde in ihrem Sinne entschieden.

27.08.

Die Absperrungen sind immer wieder Anlass zur Beschwerde bei den kleinen Jays, und zwar nicht nur von drinnen, sondern genau so von draußen. Morgens dauert es manchmal etwas länger, die "Innentoilette" richtig sauber zu machen und mit frischem Einstreu und Stoh zu bestücken. Dann müssen die Kleinen so lange draußen warten, denn sonst hätten wir dabei keine Chance. In dieser Zeit gibt es regelmäßig ein oder zwei Welpen, die die ganze Zeit von außen an der Absperrung hochspringen und sich dabei in ein hysterisches Geschrei hineinsteigern. Heute war Jantje dran mit Schreien, aber Jenny, Jette und auch Jasper hatten schon ähnliche Anfälle. Solange sie "mit dem Kopf durch die Wand" wollen, kriegen sie gar nichts anderes mit. Auch wenn wir die zweite Absperrung schon wieder geöffnet haben und die anderen Welpen längst drinnen nach dem Rechten sehen, bleiben die verbohrten Schreihälse noch eine Weile bei ihrem Protest. Das ist aber nichts Besonderes. Alle Würfe, die wir hier großgezogen haben, zeigen dieses Verhalten, wenn sie merken, dass sie von etwas ferngehalten oder irgendwie eingeschränkt werden. Manche Welpen sind dabei allerdings hartnäckiger als andere.

Anlässlich des siebenwöchigen Geburtstags unserer Jays wird heute jeder Welpe durch mindestens ein Foto gewürdigt. Bei manchen sind es ein paar mehr.

26.08.

Heute gibt's mal keine neuen Fotos. Draußen ist es nass, die Welpen haben sich in den überdachten Bereich zurückgezogen und sind gerade wieder eingeschlafen. Nach den ersten recht schwierigen Wochen ist nun wirklich Ruhe eingekehrt. Malenka geht es wieder gut, der Alltag mit ihren Kindern verläuft friedlich und ohne Komplikationen. Wenn das Wetter besser wäre, würden wir jetzt mit den kleinen Ausflügen innerhalb unseres Grundstücks anfangen, aber dafür gibt es sicher noch andere Gelegenheiten. Das Autofahren steht in den nächsten Tagen schon auf dem Programm, auch das lässt sich bei etwas milderem Wetter sehr viel angenehmer gestalten für die Welpen. Trotzdem freuen wir uns über den Regen!

Falls es jemandem langeilig ist ohne neue Fotos, schlage ich vor, die "Hinweise für Welpen-Eltern" nochmal anzusehen. Ich habe sie gestern direkt auf die Seite getippt und die schlecht lesbare Vorlage gelöscht. Dabei habe ich den zweiten Teil zu den sozialen Bedürfnissen des Welpen nochmal weitgehend neu geschrieben. Ich hoffe, euch erschließt sich, worum es mir geht. Noch verständlicher wird das allerdings durch die empfohlene weiterführende Literatur und die DVD .

25.08.

Früh morgens ist es jetzt ziemlich nass draußen. Die Welpen sehen dann aus wie mit Sand gepudert, wenn sie ein paar Mal über den Sandberg gekullert sind. Außerdem scheinen sie gerade ganz schnell zu wachsen. Ihr Futterbedarf hat sich in den letzten zwei Wochen aber auch mindestens verdoppelt. Sie werden jetzt hauptsächlich mit dem Starter-Futter ernährt, was nur noch wenig mit Welpenmilch eingeweicht wird. Wir sind gerade bei vier Mahlzeiten am Tag. Fleisch gibt's manchmal noch zwischendurch als extra Leckerli aus der Hand gefüttert. 

24.08.

Als ich heute morgen meine Babys beim Futtern "bewacht" habe, kamen einige, die wohl schon genug hatten, wie so oft zu mir und standen neben mir oder legten sich hinter meine Beine. Mein erster Impuls war, sie wieder zum Fressen zu aktivieren, aber plötzlich wurde mir klar, was da gerade stattfand: die Kleinen suchten auf sehr respektvolle Weise (ganz ohne Attacken in Beine und Füße) meine Nähe. Genau dieses Verhalten gilt es doch zu bestärken! Vielleicht reicht es dafür schon, so eine ruhige und vertrauensvolle Situation einfach zuzulassen und eine Weile darin zu bleiben, ohne die Welpen gleich wieder für irgendetwas aktivieren zu wollen. Manchmal entsteht bei mir so eine Art Betriebsblindheit, aber um so schöner ist es, plötzlich daraus aufzuwachen und scheinbar Selbstverständliches wieder neu zu würdigen.

23.08.

So gegen halb sieben werden die Welpen jetzt laut und wollen raus. Da die Nachbarn ja vielleicht etwas länger schlafen wollen, muss ich schnell reagieren, deshalb bereite ich das Futter meistens schon am Abend vor. Hatte ich heute aber nicht, also habe ich erstmal versucht, die Kleinen mit ein paar Fleischbrocken abzuspeisen. Das war ihnen aber nicht genug. Auch Malenka konnte mit dem, was sie noch an Milch zu bieten hatte, ihre Erwartungen nicht erfüllen. Alle anderen hätten sich vielleicht beruhigt, aber die kleine Jette hat mich mit ihrem ausdauernden Geschrei schließlich veranlasst, das Futter schon mal in uneingeweichtem Zustand rauszugeben. Das fanden alle richtig gut. Zuerst wurde der flüssige Teil von oben abgetrunken und dann die noch festen Bestandteile gefressen. Ein ganz kleiner Rest blieb für Malenka. Danach war wirklich Ruhe und die Jays gingen zum Spielen über.

Gestern waren sie im neu erweiterten Bereich des Welpenauslaufs noch recht vorsichtig unterwegs, aber schon heute morgen hatten sie keine Bedenken mehr, das ganze Gelände für kleine Verfolgungsjagden und neue Versteckspiele zu nutzen. Wegen der gefürchteten Magendrehung sollen die Welpen mit vollem Bauch eigentlich nicht so viel toben und rennen, aber darauf habe ich leider keinen Einfluss. (Zum Glück gab es bei uns bisher noch keine Magendrehung - und soo schnell sind sie auch noch gar nicht unterwegs.)

Jette ist im Moment der Hund, der sich immer in den Vordergrund spielt. Schon gestern hat sie alle Besucher unterhalten, während ihre Geschwister sich noch nicht aus dem Mittagsschlaf erheben mochten. Heute morgen waren ihre Fotos so besonders, dass sie hier mal eine eigene Galerie erhält.

Jette:

22.08.

Die Zeit der vorsichtig fragenden, sich zaghaft nähernden und sanft kuschelnden Welpen scheint weitgehend abgeschlossen. Die meisten sind schon zu groberen Umgangsformen übergegangen, die sie fröhlich aneinander und auch an menschlichen Besuchern ausprobieren. Beißen steht dabei an erster Stelle. Das kann richtig weh tun und bedarf einer umgehenden Rückmeldung, damit es nicht zur Gewohnheit wird.

Im Alltag ist es nicht immer einfach, dabei genau den richtigen "Ton" zu finden. Manchmal wird ein Welpe im Reflex vielleicht zu heftig weggeschubst und verzieht sich vor Schreck, ein anderer empfindet dieselbe Aktion aber als Spielaufforderung und startet sofort zur nächsten Attacke. Ganz so sicher wie die Hunde bin ich noch lange nicht in meinen erzieherischen (Re-)Aktionen. Andererseits sehe ich auch bei den Hündinnen große Unterschiede im Verhalten. Am wirksamsten sind Indis Korrekturen. Sie lässt keinen Zweifel aufkommen, wenn sie etwas durchsetzen will. Das tut ihrer Beliebtheit unter den Welpen keinen Abbruch, sie gehen nur deutlich respektvoller mit ihr um. Lucy und Malenka tun sich etwas schwerer, die Kleinen auf Distanz zu halten. Vielleicht setzen sie aber einfach andere Prioritäten. Schließlich möchte man seinen Kindern ja auch Selbstbewußtsein und ein gewisses Durchsetzungsvermögen mitgeben!

Mein Ziel sind aufgeschlossene, stabile Hunde mit höflichlichem, respektvollem Verhalten. Das ist ein langer Weg, von dem wir hier nur die ersten Schritte gehen. Aber ich hoffe, wir können die Richtung vorgeben.

Die Fotos sind von gestern und sollen nochmal einen Eindruck von unserer abendlichen Sandberg-Idylle vermitteln:


21.08.

In der letzten Nacht wurde es plötzlich richtig laut bei den Welpen. Gegen vier Uhr morgens gibt es kaum einen berechtigten Anspruch auf Futter oder Unterhaltung, und da ich die Kleinen in Sicherheit wußte, war meine erste Reaktion, einfach nicht wach werden zu wollen. Damit ließ sich das Problem aber nicht lösen, im Gegenteil: der Chor der quäkenden, schreienden und schimpfenden Stimmen steigerte sich von Empörung zu Hysterie, sodass ich zwar nicht um die Welpen, wohl aber um den Schlaf aller Menschen in Hörweite fürchtete (für die Nachbarn längst zu spät).

Sobald ich zur Tür hinaus wollte, war klar, wer diesen Aufstand verursacht hatte, denn die Tür war schon geöffnet und alle großen Hunde befanden sich inzwischen bei den Welpen. Mein Fehler: ich hatte am Abend eine der Haustüren nach draußen nicht richtig abgeschlossen, und Malenka hat die Gelegenheit genutzt, mitten in der Nacht nach ihren Kindern zu sehen. Das Geschrei entstand, weil Malenka zwar zu den Welpen hinein, die Welpen aber nicht mit ihr heraus konnten.

Dass die Kleinen dann so laut werden, lässt erkennen, wie sehr sie es verabscheuen, eingesperrt zu sein und nicht den großen Hunden oder den Menschen folgen zu können. Um sie ganz schnell zum Schweigen zu bringen, musste ich tatsächlich nur einen Ausgang nach draußen öffnen. Dann gab es zwar immernoch eine Absperrung durch die Welpengitter, aber da die anderen Hunde inzwischen wieder im Haus waren, kam es an dieser Stelle zu keinem neuen Protest. Ich bin dann noch bei den Welpen geblieben, bis sie sich auf ihre Schlafplätze zurückgezogen hatten. Die Ausgänge nach draußen habe ich aber lieber gleich offen gelassen.

Wenn ich die Welpen am Abend im überdachten Teil einsperre, sind die meisten schon so müde, dass sie sich ohne Protest schlafen legen. Für die anderen, die noch aufgeregt schreiend gegen die Tür springen, habe ich ein einfaches, sehr wirksames Ritual entwickelt, das ich euch gern vor Ort zeige. Vielleicht könnt ihr etwas Entsprechendes für das Boxentraining zuhause anwenden.

20.08.

Unsere Jays sind nun sechs Wochen alt. Dieses Ereignis  wird - wie immer - mit der dritten Wurmkur gefeiert, aber auch die Waage kam heute schon zum Einsatz:

Jogi wiegt gerade 6220g, Jasper 6060g, Jantje 5720g, Jara (gelb) 5700g, Jenny 5530g, Juna (grün) 5460g und Jette 5300g.

Bis auf Jenny sind alle so weiter gewachsen, wie in den ersten Wochen, aber Jennys Gewicht entspricht inzwischen ihrem Aussehen. Sie war ja schon immer eine schmale und großrahmige Hündin. Auch im Verhalten hat sie sich etwas zurückgenommen und wirkt nun eher besonnen als forsch. Sowohl im Aussehen (Kopf) wie in ihrer unaufgeregten Art ähnelt sie ihrem Bruder Jasper ammeisten. Nur im Körperbau ist Jasper kräftiger und nicht so lang. Aber da steht unseren Kleinen sicher noch die eine oder andere Verwandlung bevor, über die wir uns bei den Wurftreffen in den nächsten Jahren dann gemeinsam wundern können.

19.08.

Auf den Fotos von heute sieht es so aus, als sei die kleine Juna (grün) ein wenig hochnäsig. Auf die Idee könnte man tatsächlich kommen, so wie sie sich unter ihren Geschwistern präsentiert. Sie ist auf jeden Fall ein ziemlich selbstbewußter und eher forscher Welpe. Ihre Schwester Jette ist ähnlich aktiv unterwegs, nämlich aufgeschlossen, neugierig und immer für ein Spielchen zu haben. Allerdings ist sie deutlich weicher im Kontakt. Während Juna mir beim Fleischfüttern gern in die Finger hackt, bleibt Jette vorsichtig und sanft. Mit ihr zu kuscheln fühlt sich fast so innig an, wie bei ihrer Mama Malenka.

Achtung: wenn ich von nun an auch mal das Verhalten der einzelnen Welpen beschreibe, dann sollen das keine Zuschreibungen von bleibenden Wesensmerkmalen sein! Natürlich bringt jeder Welpe spezielle Anlagen mit. Die sind aber, wie alles an ihm, noch im Werden und können sich durch prägende Erlebnisse in verschiedene Richtungen weiterentwickeln. Das gilt übrigens für die gesamte Junghunde-Zeit. Deshalb habt ihr, wenn der Welpe zu euch kommt, noch sehr vieles in der Hand.


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