Weisse Schäferhunde von Meierhafe
Züchter für Weisse Schweizer Schäferhunde in Niedersachsen 

J-Welpen-Tagebuch Teil 5

zu Teil 4, zu Teil 3, zu Teil 2, zu Teil 1

06.09.

Auch mit drei Welpen kann es noch gemütlich werden in Meierhafe auf dem Sandberg. - Jogi, Jette und Juna sind noch einen Tag länger geblieben und haben uns geholfen, den Abschied portionsweise zu verdauen.

Aber jetzt ist erstmal wieder Schluss mit Welpen, Tagebuch, Besuchen und was sonst noch so dazu gehört. Zum Glück sind wir sehr zuversichtlich, dass es gut weitergeht für unsere Jays. Die neuen Familien sind die besten, die wir finden konnten, (und wir konnten viele finden). Aber im Ernst, es fühlt sich alles richtig gut an, und wir freuen uns auf die nächsten Welpen-Treffen!

Das nächste Welpen-Tagebuch gibt es hoffentlich irgendwann im nächsten Jahr. Wenn Lucy und Jamie sich noch mögen ...

hier die allerletzten Abschiedsfotos vom Sandberg:

05.09.

Unsere Jays sind nun bereit, in die Welt zu ziehen. - Und wenn sie bereit sind, sind wir es auch. Ich bin sicher, alle Beteiligten sind gut vorbereitet und geben ihr Bestes. Das kann doch nur gut werden.

Gute Reise ihr Lieben! Unsere guten Wünsche und Gedanken begleiten euch. Wir werden die meisten von euch bestimmt bald wieder sehen.

Die Abschiedsfotos sind schon von gestern

04.09.

Der letzte ganze Tag mit allen sieben Jays.

Bei aller Wehmut auf der einen und Vorfreude auf der anderen Seite, - es kommen neue Zeiten auf uns zu: Ich darf endlich wieder ausschlafen, und ihr kriegt Spätschicht, Frühschicht und Nachtschicht in einem. Heute morgen haben die Frühaufsteher wieder mit dem Hahn um die Wette gekräht. Zur Belohnung gab es das Welpenfutter zum ersten Mal trocken, ohne Wasser, ohne Welpenmilch, ohne Gemüsegläschen, auch ohne Lachsöl und Hefeflocken. Die Kleinen waren begeistert! So schnell haben sie ihr Frühstück noch nie verputzt. Sie bekommen jetzt das Puppy-Futter (nicht mehr das Starter-Futter), was ihr in den nächsten Wochen und Monaten weiter füttern solltet. Eigentlich brauchen sie nichts dazu, aber wenn das Fell mal stumpf aussieht, helfen Lachsöl und Bierhefe, das habe ich in den letzten Wochen auch gelegentlich zugefügt. Wenn ihr von Anfang an auch Frischfleisch füttern wollt, solltet ihr Fleisch und Trockenfutter nicht mischen! Gebt beides in getrennten Mahlzeiten mit genug Zeit dazwischen, dann kann der Darm sich besser auf die unterschiedlichen Anforderungen einstellen.

Die tierärztliche Untersuchung und Begutachtung der Welpen war gestern eine schöne Bestätigung unserer Arbeit. Ja, es tut auch mal gut, von "Fachleuten"  gewürdigt zu werden. Jedenfalls sind nun alle Jays geimpft und gechippt, sodass die völlig verdreckten Halsbänder getrost heruntergezerrt und durch die Gegend getragen werden können. Wir haben ein Chiplesegerät, was sehr oft funktioniert!

Die Fotos sind gestern abend in der Hütte entstanden. Bei Regenwetter spielen die Welpen dort sehr gerne. Man kann dann die Absperrungen nach draußen offenlassen, ohne dass sie die ganze Zeit durch den Regen laufen.

Leider fehlt Jantje auf den Fotos, aber die schlief die ganze Zeit unter der Liege und ich wollte sie nicht wecken.

03.09.

Heute sind die Jays acht Wochen alt und damit bereit für die erste Impfung, das Chippen und die Wurfabnahme durch den Tierarzt. Was dabei rauskommt, wird morgen verraten. Die Gewichte auf der Babywaage zu ermitteln, ist gar nicht mehr so einfach, aber es ist ein letztes Mal gelungen: Jogi 9700g, Jasper 9900g, Jenny 8530g, Jara 8900g, Jantje 9270g, Juna 8900g, Jette 8260g.

Im Vergleich zu den Geburtsgewichten fällt auf, dass Jasper wieder der Schwerste ist, dicht gefolgt von Jogi, dass Juna und Jara wieder ein identisches Gewicht haben und dass Jantje die größte Hündin geblieben ist (Jenny kam als Letzte und hatte bei der Geburt allerdings noch 2g mehr).

Zur Abwechslung gibt es mal eine kleine Geschichte von unserer schüchternen Katze Mia, die sich gestern zum ersten Mal unter die Welpen getraut hat. Als sie mich auf der Liege im Welpenauslauf entdeckte, wollte sie direkt zu mir. Wahrscheinlich ohne zu bemerken, das ihr Platz auf meinem Bauch schon von Jenny belegt war. Sie ging jedenfalls mit ruhigen, mutigen Schritten an ein paar halb schlafenden Welpen vorbei in meine Richtung. Die Welpen hoben ihre Köpfe und sahen erstaunt nach diesem ganz neuen Wesen, das sie vorher noch nicht kennenlernen durften. Zunächst schienen sie im Nachdenken zu verharren, aber dann erhob sich Jogi mit staksigen Schritten, und ging der Katze nach. Bald hatte er Jantje, Jette und Juna im Gefolge. Bisher war ich sehr angetan von der verhaltenen und disziplinierten Vorgehensweise meiner Welpen, zumal ich durch die tief schlafende Jenny auf meinem Bauch gänzlich ruhig gestellt war und keine Möglichkeit des Eingreifens hatte. Sie waren fast bei mir angekommen, als Jasper meinte, die Situation neu bewerten zu müssen. Er stellte sich auf und begann, drohend zu knurren. Das veranlasste Mia zu einem Stopp, bei dem sie von ihren Verfolgern eingeholt und vorsichtig beschnuppert wurde. Soweit immer noch kein Grund zur Aufregung. Aber Jasper fand die kleine schwarz-weiße Katze doch irgendwie unpassend in seinem Revier und verlegte sich nun auf's Bellen. - Zu viel und zu laut für die schüchterne Mia, die gleich über den Zaun zu den Hühnern flüchtete und ihre vorsichtigen Annäherungsversuche aufgab. Ihr Bruder Mao, der leider seit über einem Jahr verschwunden ist, hätte diese Situation genutzt, um sich den Welpen als gleichberechtigter und umgänglicher Artgenosse zu präsentieren. Aber so einen mutigen und freundlichen Welpen-an-Katzen-Gewöhner wie unseren Kater Mao gibt es leider nicht mehr bei uns. - Jenny ist übrigens während der gesamten Aktion nicht aus dem Tiefschlaf erwacht (ich habe wohl die ganze Zeit sehr entspannt weitergeatmet).

02.09.

Ob es sich noch lohnt, eine neue Seite des Welpen-Tagebuchs anzufangen? Nur ein paar Tage bleiben uns jetzt mit unseren Jays, aber wer weiß, was es noch alles zu zeigen und zu berichten gibt.

Heute ist es nicht so viel. Dummerweise hole ich die Kamera morgens immer genau dann raus, wenn die Spielstunde der Welpen fast vorbei ist. So komme ich jedesmal zu einem ähnlichen Setting für die Fotos, denn dann versammeln sich die Kleinen gerade auf dem Sandberg zur ersten Schlafstunde des Tages. Weil es inzwischen morgens noch recht kühl ist, kuscheln sie sich besonders eng aneinander, und weil das Gras nass ist, bleibt der Sand in ihrem Fell kleben. So bekommt man einen guten Eindruck von der Karriere, die sie anstreben: Sieben kleine Schäferschweine wollen ihren großen Geschwistern nacheifern, die sich inzwischen als "die Schäferschweine aus Meierhafe" einen Namen gemacht haben. Aber keine Sorge, man sagt auch, sie könnten kein Wässerchen trüben, seien pflegeleicht und selbstreinigend. Was davon stimmt, werdet ihr selbst herausfinden. Der Sand fällt jedenfalls einfach wieder ab, sobald sie trocken werden. Das ist bei den Großen auch so, nur liegen die dann meistens im Haus. Ihr müsst euch also nicht nur auf jede Menge weiße Haare, sondern auch auf kleine Sandberge im Haus einstellen. Nur mal so zur Einstimmung ... Ich weiß ja, dass eure Vorfreude keine Grenzen kennt!


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