Weisse Schäferhunde von Meierhafe
Züchter für Weisse Schweizer Schäferhunde in Niedersachsen 

Welpen-Tagebuch I-Wurf - Teil 1 

ab 04.02. geht es weiter mit  Teil 2

Unten auf der Seite steht in den ersten vier Wochen eine Gewichtstabelle, die das wundersame Wachstum der Babys auch in Zahlen dokumentiert.

03.02.

Schon wieder eine neue Etappe im Leben der kleinen Is: Die Wurfkiste ist endgültig abgebaut. Sie können jetzt den größten Teil des (kleinen) Raumes nutzen, nur Schreibtisch und Bett sind abgetrennt. Dort bringen Lucy und ich uns in Sicherheit, wenn wir unsere Ruhe haben wollen (Lucy nachts unterm Schreibtisch). Die große Kiste im angrenzenden Wohnzimmer wird aber auch noch genutzt, z.B. als Ausweichquartier beim Putzen.

Lucy ist bei aller Anstrengung richtig gut drauf und lässt sich draußen von Ruby sogar zum Spielen animieren. Ich glaube, es tut ihr gut, wenn sie zwischendurch immer mal auf andere Gedanken kommt ...

02.02.

Inzwischen sind bei den Welpen die oberen Schneidezähne durchgebrochen und sie haben  nadelspitze Krallen bekommen. Mit beidem wird Lucys Gesäuge jetzt bearbeitet, wenn Essenszeit für ihre Kinder ist. Ich versuche, die Abstände zwischen den Mahlzeiten so lang wie möglich zu halten, damit gleich genug Milch da ist und die kleinen Monster ihre Mutter nicht so lange quälen. Eine Woche muss Lucy noch durchhalten, bis die Kleinen alleine fressen können und ihre Milch immer seltener brauchen. In den nächsten Tagen kann ich aber schon damit anfangen, ganz kleine Mengen Fleisch (Tartar) zuzufüttern. Das lutschen mir die Welpen aus den Fingern noch bevor sie Milch oder Brei schlabbern können.

01.02.

Eigentlich haben die meisten Hündinnen ja zehn Zitzen, aber bei uns wurden bisher immer nur acht davon benutzt, die beiden vorderen waren "außer Betrieb". Diesmal haben es die Welpen tatsächlich geschafft, sich neun Zitzen zu aktivieren, sodass sie manchmal alle gleichzeitig trinken können. Das ist eine riesen Erleichterung für Lucy, weil ihre Erholungspausen länger sein können, wenn nicht nach jedem Säugen schon wieder die Nächsten hungrigen Mäuler an ihr herumreißen. Dass auch jeder Welpe eine der vorhandenen Zitzen findet und das Gesäuge gleichmäßig leergetrunken wird, liegt dann in meinem Aufgabenbereich.

31.01.

In der Wurfkiste ist es irgendwie still geworden seit Inka nicht mehr dabei ist. Die Welpen fangen jetzt an, sich gegenseitig zu belecken, wenn sie wach sind. Manchmal hört man auch schon einen kleinen Beller. Da die große Kiste im Wohnzimmer steht, sind alle anderen Hunde nun auch dabei. Sie halten aber meistens Abstand, weil Lucy das so will. Nur die kleine Ruby hält sich nicht immer daran, weil sie die Kleinen so spannend findet. Sie kannte ja als Einzige noch keine Welpen. Sie ist aber sehr vorsichtig, und durfte unter Lucys Augen schon Kontakt aufnehmen.

30.01.

Je beweglicher, schneller und zielgerichteter die Welpen werden, umso mehr fällt auf, dass die kleine Inka nicht mithalten kann mit den anderen. Sie nimmt zwar zu, weil ich jedesmal dafür sorge, dass sie genug abbekommt, aber in ihrer Bewegungsfähigkeit hat sie schwere Einschränkungen. Wir müssen uns mit dem Gedanken vertraut machen, dass sie es vielleicht nicht schafft. ...

Nachtag: Wir haben Inka nun begraben. Sie liegt in unserem kleinen Wald in der Nähe von Julies Grab. Der Tierarzt war mit uns der Meinung, dass sie keine Chance auf eine normale Entwicklung und ein gesundes Leben hätte. Natürlich fehlt sie! - In den letzten zwei Wochen habe ich sie mehr im Arm gehalten als irgendeinen Welpen vorher. So konnte ich sie am Besten beruhigen, wenn sie ihre Schrei-Anfälle bekam, die durch Mark und Bein gingen. Ich hoffe, wir haben das Richtige für Inka getan.

29.01.

Die große Kiste ist überhaupt nicht mehr zu groß. Jedenfalls finden die Welpen sich gut zurecht und Lucy genießt es, sich auch mal dazulegen zu können, ohne gleich mittendrin zu sei. Sie säugt jetzt seltener und ist immer dankbar, wenn ich dabei bin. Dann kann ich nämlich dafür sorgen, dass die Welpen in ihrer ersten Aufregung sich nicht irgendwo zwischen den (hinteren) Zitzen festsaugen. Das tut weh, und es können richtige Wunden entstehen, wenn man nicht aufpasst.

28.01.

Inzwischen sind die Welpen so groß (und so zappelig), dass sie kaum noch in die Schale der Küchenwaage passen. Ab morgen kommt deshalb unsere Babywaage zum Einsatz. Auch die Wurfkiste wird langsam eng. Zum Säugen liegt Lucy jetzt lieber davor, dann kann ich ihr die Welpen rauslegen, die gerade wieder dran sind. Wir haben im Wohnzimmer schon die nächst größere Kiste aufgebaut. Später testen wir mal, wie die Welpen sich darin zurechtfinden.

27.01.

Zwei Wochen alt sind unsere I-Welpen heute (Irrtum: erst Morgen!), Zeit für die erste Wurmkur. Das Verabreichen war ganz einfach, es ist ja nur eine sehr kleine Menge Paste, die man ihnen gut mit der Fingerspitze ins Maul schieben kann. Mal sehen, wie sie sie vertragen. Im Moment ist der Welpen-Kot gerade ziemlich dünn. Das wird sich hoffentlich wieder verbessern.

26.01.

Heute morgen konnte ich beobachten, wie Ingo sich aus dem Haufen der schlafenden Welpen löste und langsam auf vier wackeligen Beinen bis an den Rand der Wurfkiste lief, um dort sein groooßes Geschäft zu verrichten. (Wenn das man nicht der Anfang der Stubenreinheit ist!) Leider war er damit auch am Ende seiner Kräfte, sodass er - mit dem Bauch auf seinem "Geschäft" - zusammenbrach, bevor er zu den anderen zurückgerobbt ist.

Inka war heute schon wieder ganz laut und aufgeregt. - Kein Wunder: die Waage hat bestätigt, dass sie vor lauter Aufregung gar nicht mehr zum Trinken gekommen war. Das hat inzwischen aber geklappt und sie ist wieder ruhig und zufrieden.

Auf den Fotos kann man hoffentlich leicht geöffnete Augen und (auf dem unscharfen) die neue Mobilität der Welpen erkennen.


25.01.

Bisher hat noch niemand ein Auge geöffnet. Das kann aber nicht mehr lange dauern. Was neu ist, sind kleine Gehversuche, bei denen sich die Hinterbeine strecken und der Po vom Boden abgehoben wird. Dabei beginnen die Welpen auch, selbständig Kot und Urin abzusetzen, was bisher meistens noch durch das Lecken der Mutter ausgelöst wurde. Von nun an ist meine Unterstützung beim Rund-um-die-Uhr-Putzen also noch mehr gefragt.

Lucy geht's den Umständen entsprechend gut. Sie wird geschont und bestens versorgt. In den nächsten zwei Wochen muss sie ihre Kinder noch ganz allein ernähren. Sie braucht also alle ihre Kräfte zum Fressen, Verdauen und Milch produzieren. Ich hoffe, sie hält das durch!

24.01.

Lucys Babys sind ruhig und zufrieden, obwohl die allgemeine Gewichtszunahme heute unter dem Durchschnitt lag. Ich dränge Lucy niemals zum Säugen, im Gegenteil: bei so großen Würfen muss die Mutter mit ihren Kräften haushalten, und die Erfahrung hat gezeigt, dass Welpen sich auch mit weniger Milch super entwickeln. Von wenig kann in diesem Fall aber keine Rede sein. Auf Verdauungs-Phasen, in denen fast alles verwertet wird, folgen andere, in denen der Darm mal wieder was loswerden muss. Letzere haben wir seit gestern, deshalb bin ich froh über jedes Foto ohne gelb-verschmierte Welpen.

23.01.

Die Welpen haben eine neue Art von Halsbändern anstelle der bisherigen Klett-Halsbänder bekommen. Letztere fielen neuerdings sehr scharfkantig aus, sodass es bei Ingo schon eine kleine Verletzung am Hals gab. Die neuen sind aber noch gewöhnungsbedürftig (für mich), wenn es um die Einstellung der richtigen Größe geht. Da es nicht genau dieselben Farben gab, musste ich Schwarz durch Braun ersetzen. Auf den Fotos ist Ingo also jetzt der mit dem braunen Halsband.

Die Gewichts-Zunahme hat sich durch mein gelegentliches Eingreifen schon wieder eingependelt. Von nun an wird so ein Ausgleich wohl öfter mal nötig sein, wenn auch immer wieder andere betroffen sind.

22.01.

Nun wird es langsam eng an der Milchbar. Inka, die nach der Geburt besonders kräftig war, tut sich in den letzten Tagen schwer, sich durchzukämpfen und dann ihre Zitze festzuhalten, wenn sie von den dicken Dränglern ausgehebelt wird. (Dafür schreit sie später um so lauter, weil sie nicht satt geworden ist!) Also muss ich ein bisschen "mitmischen" bei der Milchvergabe. Das geht am Besten, wenn man die, die gerade am meisten zugenommen haben, gleich zu Beginn des Säugens rausnimmt. Die Mutter macht deren Geschrei dann aber ziemlich nervös - und mich eigentlich auch. Aber mal eben beiseite legen geht nicht mehr - so schnell, wie die Kleinen inzwischen unterwegs sind.

21.01.

Heute vor einer Woche hat Lucy ihre Kinder auf die Welt gebracht. Manche von ihnen haben ihr Geburtsgewicht in dieser Zeit schon verdoppelt, alle sind gesund, kräftig und mobil. Bisher können sie sich ausschließlich über ihren Geruchssinn orientieren, unterstützt durch Pendelbewegungen des Kopfes. Die zeigen sie z.B. wenn ich sie einzeln auf die Waage setze, wo sie sicher ihren "Stallgeruch" vermissen.

20.01.

Bisher hat Lucy keine Mühe, ihre zehn Kinder satt zu bekommen. Auch wenn niemals alle gleichzeitig trinken können, da sie ja nur acht Zitzen hat, sind sie selten so hungrig, dass es zum Gedrängel kommt. Wenn das doch passiert, z.B. nach einer längeren Trinkpause, richtet Lucy sich mit den Vorderbeinen ein bisschen auf, sodass ihr Gesäuge für möglichst viele Welpen zugänglich ist (richtig im Sitzen säugen geht noch nicht, dafür sind sie noch zu klein). Lucy hat wirklich ein besonders feines Gespür für das, was ihre Welpen brauchen.

19.01.

Die Kleinen füllen ihre Wurfkiste nun schon besser aus. Sie werden mobiler und finden Mamas Zitzen immer schneller. Man hat das Gefühl, sie kennen sich jetzt besser aus in ihrer kleinen Welt. Gleichzeitig werden die Nasen und die Ballen an den Füßen schwarz.

18.01.

Besser kann es eigentlich nicht sein: Die Welpen gedeihen, sind relativ ruhig und zufrieden, Lucys Milchfluss passt sich dem steigenden Bedarf an, keiner hat Durchfall, Bauchweh, Milchstau, ... Wenn das erstmal so bleibt, freuen wir uns und wissen es zu schätzen.

Auf den Fotos des Tages sieht man, wie Lucy nach ihrem Morgenspaziergang zu den Welpen zurückkommt, sie friedlich schlafend vorfindet, die Lage von oben mit der Nase scannt, sich dann daneben legt und die Welpen einzeln "weckt", putzt und an ihre Zitzen lotst.


17.01.

Lucy hat immer Hunger. Kein Wunder, wenn zehn hungrige Mäuler rund um die Uhr nach Milch fragen. Am Anfang war ich noch etwas kleinlich bei ihrer Nahrungszuteilung, um Durchfälle zu vermeiden, aber da sie alles verträgt und wieder richtig schlank geworden ist, kriegt sie eigentlich, was sie will. Am Abend gibt es für sie und alle anderen die gewohnte Barf-Ration, tagsüber ist Lucy inzwischen bei fünf bis sechs zusätzlichen Mahlzeiten, hauptsächlich Starterfutter, was die Welpen auch als Erstes bekommen, manchmal auch eine Beinscheibe vom Rind oder was vom Huhn. Frisches Fleisch ist für sie das Größte. Den Babys scheint das alles auch gut zu bekommen, über ihre Gewichtszunahme kann man jedenfalls nicht meckern.


16.01.

Der zweite Tag im Leben von Lucys Welpen ist ruhig und friedlich. Die letzte Nacht haben wir alle zum Ausschlafen genutzt und die Anstrengungen der Geburt weitgehend verarbeitet. Weil die Kleinen immer satt und zufrieden sind, leistet Lucy sich manchmal kleine "Wurfkisten-Pausen", in denen sie zu mir kommt und fragt: was machen wir jetzt? Heute ist es sonnig und mild draußen, also gehen wir dann gern ein bisschen raus. Wir haben sogar schon kleine Spaziergänge mit den anderen zusammen gemacht. Es scheint Lucy besonders wichtig zu sein, dass sie den Kontakt zum Rest des Rudels regelmäßig pflegt. Das sah bei den anderen Hündinnen nach der Geburt ganz anders aus, die wollten lieber Abstand und erstmal ihre Ruhe. Lucy ist eben besonders!

15.01. 

Jetzt gibt es zehn Weiße Schäferhunde mehr in Meierhafe: Die Mädchen Ida, Inka, Irmi, Irina, Isabella, Ivy, und die Jungen Ivo, Ingo, Ikarus, Ilias.

Die Geburt war lang und anstrengend: Von 19:45 Uhr bis 3:20 Uhr in der Nacht hat Lucy unseren I-Wurf zur Welt gebracht. Am Ende waren wir alle erschöpft und glücklich, dass es geschafft war.

Inzwischen schläft Lucy ganz entspannt, wenn sie nicht gerade an ihren Babys herumputzt und leckt. Es ist das erste Mal für sie, aber sie weiß genau, was zu tun ist. Alle Welpen haben gleich nach der Geburt getrunken, sodass jeder ausreichend mit Kolostrum versorgt war. An Milch scheint es nicht zu mangeln, denn die Kleinen haben seit der Geburt sogar schon zugenommen.


Die Welpen stehen hier in der Reihenfolge ihrer Geburt. Sie werden immer am Morgen gewogen.

3.Woche:


Band

28.01.

29.01.

30.01.

31.01.

01.02.

02.02.

03.02.

Ivo

blau

1615g

1641g

1727g

1780g

1960g

2010g

2100g

Ida

rot

1340g

1381g

1438g

1600g

1700g

1770g

1820g

Inka

lila

1228g

1324g

1400g





Irmi

gelb

1440g

1539g

1620g

1760g

1910g

2000g

2100g

Ingo

braun

1630g

1740g

1782g

1900g

2060g

2160g

2350g

Irina

rosa

1445g

1514g

1600g

1750g

1830g

1930g

2050g

Ikarus

grau

1544g

1614g

1792g

1910g

1950g

2050g

2160g

Isabella

grün

1362g

1480g

1580g

1690g

1790g

1880g

2060g

Ilias

orange

1423g

1460g

1590g

1690g

1820g

1900g

1940g

Ivy

ohne

1094g

1160g

1264g

1380g

1470g

1600g

1700g

2.Woche:


Band

21.01.

22.01.

23.01.

24.01.

25.01.

26.01.

27.01.

Ivo

blau

910g

1000g

1145g

1204g

1320g

1415g

1530g

Ida

rot

760g

 834g

 875g

 974g

1055g

1119g

1200g

Inka

lila

790g

 796g

 890g

 960g

1085g

1084g

1166g

Irmi

gelb

800g

 912g

1000g

1066g

1150g

1250g

1323g

Ingo

braun

960g

1090g

1215g

1255g

1339g

1435g

1560g

Irina

rosa

914g

1006g

1106g

1132g

1240g

1310g

1396g

Ikarus

grau

957g

1073g

1153g

1245g

1350g

1411g

1500g

Isabella

grün

885g

 960g

990g

1068g

1164g

1230g

1280g

Ilias

orange

820g

 902g

1003g

1045g

1103g

1192g

1290g

Ivy

ohne

653g

 701g

768g

 800g

 832g

 960g

1042g

1.Woche:


Band

Geburt

15.01.

16.01.

17.01.

18.01.

19.01.

20.01.

Ivo

blau

488g

511g

537g

585g

684g

732g

829g

Ida

rot

413g

434g

458g

524g

575g

635g

700g

Inka

lila

510g

529g

535g

565g

613g

688g

730g

Irmi

gelb

390g

413g

450g

488g

595g

692g

720g

Ingo

schwarz

488g

500g

543g

602g

704g

780g

897g

Irina

rosa

450g

472g

524g

580g

700g

778g

868g

Ikarus

grau

545g

570g

580g

668g

747g

811g

867g

Isabella

grün

500g

526g

542g

582g

671g

720g

760g

Ilias

orange

408g

417g

460g

522g

585g

665g

739g

Ivy

ohne

350g

354g

377g

426g

479g

535g

585g

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