Weisse Schäferhunde von Meierhafe
Züchter für Weisse Schweizer Schäferhunde in Niedersachsen 

Welpen-Tagebuch I-Wurf  - Teil 3

Hier geht es zu Teil 1 und zu Teil 2 des Welpen-Tagebuchs

Am 02.03. geht es weiter mit Teil 4.

01.03.

Am ersten (halben) Frühlingstag gestern konnten die großen und kleinen Weißen endlich zusammen in der Sonne liegen! Diese ruhige, entspannte Nähe lässt irgendwie eine neue Verbundenheit zwischen allen entstehen. Auch von den Besuchern am Nachmittag waren die Welpen ganz angetan und haben die neuen Kontakte gut verkraftet, jedenfalls sind bisher keine Auffälligkeiten zu beobachten.

Nach Irmi habe ich heute die kleine Ida ins Haus geholt. Der Unterschied zu Irmi bestand vor allem darin, das sie alles noch etwas langsamer und vorsichtiger angegangen ist. Sie hat dasselbe Erkundungsverhalten gezeigt, war aber schon nach der ersten Runde bereit für ein Schläfchen auf meinem Schoß. Dafür hatte ich leider keine Zeit, also hat sie sich wieder zwischen ihre schlafenden Geschwistern gekuschelt.


29.02.

Heute und Morgen ist wieder Besucher-Tag bei den Welpen. Sie sind jetzt alle sehr wach und freuen sich über nette Kontakte, es kann also losgehen.


28.02.

Wenn die Welpen draußen in Bewegung sind, macht ihnen die Kälte gar nichts aus, und so sonnig wie heute war es lange nicht. Also freuen sie sich ihres Lebens. Inzwischen können sie schon ziemlich lange durchhalten, bis sie wieder in ihren Welpenschlaf versinken.

Ich habe heute damit begonnen, die Kleinen einzeln zu mir ins Haus zu holen, wenn ich ein bisschen Ruhe für sie habe. Dabei kann ich sehr gut beobachten, wie (unterschiedlich) sie sich in den Räumen bewegen und wie sie sich im Kontakt mir mir und einzelnen Hunden verhalten. Anschließend kucken sie auch draußen noch mehr nach mir und suchen meine Nähe, also denke ich, dass es der Bindungsfähigkeit gut tut.

Als Erste war heute Irmi dran, weil sie morgens nicht gefressen hatte und ich der Sache auf den Grund gehen wollte. Sie war total "cool", ist ruhig und planvoll (mit der Nase am Boden) durch diverse Räume gelaufen, um die Lage zu checken und hat zwischendurch kleine Absprachen mit Lucy und Malenka getroffen. Schließlich war sie bereit für eine Portion Tartar aus der Hand und danach - weil sie immer noch hungrig war - eine kleine Handvoll trockenes Welpenfutter aus dem Napf. (Vielleicht ist es Zeit, das Futter nicht mehr einzuweichen?) Irmi ist jedenfalls aufgeschlossen und sehr aufnahmefähig. Obwohl sie viel mitkriegt, reagiert sie ruhig und überlegt. Wenn sie so weiter macht und ihr neuer Besitzer gut darauf eingeht, kann zwischen beiden später eine sehr feine Kommunikation entstehen.

27.02.

Wir nutzen jede Gelegenheit, die Welpen auch draußen spielen zu lassen. Wenn sie müde sind, gehen sie selbständig wieder rein und kuscheln sich in einer der Boxen zusammen oder gehen - wenn sie es noch wärmer mögen - in ihr beheiztes "Schlafzimmer". Nur bei Regen verschließe ich den Durchgang nach draußen, da sie offenbar nicht wasserscheu sind und sonst zu nass würden.

Die Gewichte haben gerade lauter "Paare" ergeben: Ida und Irmi 5120g, Isabella und Ivy 5200g, Ilias und Irina 5900g, Ingo und Ikarus 6200g, Ivo (einsam an der Spitze) 6900g.

Bei den Fotos waren heute Ikarus und Ilias sehr im Vordergrund. (Aber auf FB gibt es ein Video mit Ivo und Ivy!)


26.02.

Die Stimmung ist gut bei den großen und bei den kleinen Weißen. Die jungen "Großen" gehen ganz unterschiedlich mit den Welpen um: Ruby ist total fasziniert von ihnen und hat keine Probleme sie in Schach zu halten. Gerade perfektioniert sie ihren Schnauzgriff, indem sie solange festhält, bis der Welpe quiekt. Sie kann aber auch anders. Malenka ist viel souveräner und dabei weicher: Sie macht sich oft klein und lässt die Welpen kommen. Allerdings geht sie auch gern wieder raus (wie Jamie) und überlässt den anderen Erziehern die Arbeit. Indi hat die Oberaufsicht, sobald sie dazukommt. Sie zeigt Lucy immer wieder, wie sie sich durchsetzen kann und Lucy macht Fortschritte.

25.02.

Mit sechs Wochen sind nun alle Sinne voll einsatzfähig. Jetzt haben unsere Welpen noch zweieinhalb Wochen Zeit, sich in ihrem vertrauten Umfeld auszuprobieren und weiter zu entwickeln. Lucys Milch ist sehr zurückgegangen, sie säugt jetzt nur noch ganz selten, bei besonderen Gelegenheiten. Indi, Malenka, Ruby und Jamie sehen auch regelmäßig nach den Welpen, wobei Ruby sich ganz besonders für sie begeistern kann und keine Gelegenheit auslässt, sie zu bespaßen. Den Babys ist das immer recht, ich passe allerdings auf, dass sie in Ruhe gelassen werden, wenn sie müde sind (das hat Ruby noch nicht so im Gefühl).

Heute bekommen die Kleinen ihre vorläufig letzte Wurmkur und wurden mal wieder gewogen:

Die Jungs: Ivo 6,50 kg, Ingo 5,88 kg, Ikarus 5,87 kg, Ilias 5,51 kg

Die Mädels: Irina 5,58 kg, Isabella 4,84 kg, Irmi 4,83 kg, Ida 4,83 kg, Ivy 4,70 kg


24.02.

Seit dem letzten Wochenende weiß nun jede Familie, welchen Welpen sie bekommt. Eigentlich noch zu früh, um gut einschätzen zu können, in welche Richtung sich die Kleinen entwickeln, andererseits ist es auch in zwei Wochen noch nicht wirklich klar. Ganz entscheidenden Einfluss hat sowieso die neue Umgebung und das Verhalten der Menschen, die unsere Welpen in ihrem weiteren Leben begleiten. Ich muss mich jetzt darauf verlassen, dass ihr alle das richtige Gespür für eure neuen Familienmitglieder entwickelt, damit ihr jeden so durchs Leben führt, wie er / sie es braucht, um sich sicher und beschützt zu fühlen und entspannt an eurer Seite zu bleiben.

Heute Morgen war es draußen trocken! Das macht das Leben für die Kleinen deutlich angenehmer. Sie haben einfach mehr Platz zur Verfügung, wenn sie auch raus können.


23.02.2020

Bisher gab es keine einzige Regenpause - also hab ich die Welpen bei Regen rausgelassen. Schließlich müssen sie sich auf ihr Leben als angehende "Schäferschweine" ja irgendwie vorbereiten. Anschließend wurden sie natürlich sorgfältig abgetrocknet, was auch eine neue Erfahrung war ...

22.02.

Ein stürmischer Tag, - für die Welpen aber ganz angenehm, denn wenn sie nicht gerade schliefen, wurden sie von Besuchern bekuschelt und bewundert. Die Fotos sind erst am Abend entstanden, als wir wieder allein waren und mir einfiel, dass da ja noch das Welpen-Tagebuch wartet.


21.02.

Die Welpen sind fröhlich und gesund, sie spielen drinnen und draußen, je nach gefühlter Wetterlage, und fressen gern und viel (besonders Ivo). Letzteres versuche ich ausgleichend zu beeinflussen. Sie bekommen dreimal am Tag ihr eingeweichtes Welpenfutter und abends, als letzte Mahlzeit vor dem Schlafengehen (gegen 22:00 Uhr) eine Portion Tartar aus der Hand, jeder ca 20g. Dann säugt Lucy sie noch, ich sammle die letzten Haufen ein, und für die Nacht wird der Welpenraum zugesperrt. Das akzeptieren sie, weil sie es schon kennen, weil es dort schön warm ist, und weil ich mich meistens noch eine Weile dazusetzte, bis alle zur Ruhe gekommen sind (nein, es gibt keine Gute-Nacht-Geschichte, aber manchmal ein Schlaflied). Lucy geht nachts mit mir ins Haus und weckt mich morgens zur nächsten Runde.

Die Fotos sind schon vom Vortag (gestern nachmittag).

  • Ilias
  • Irina
  • Ilias und Isabella
  • Irmi
  • Ida
  • Isabella
  • Ida, Irina, Irmi, Isabella, Ikarus
  • Isabella, Irina, Ivy, Irmi
  • Ruby mit Babys


20.02.

Es gab schon eine Regenpause heute morgen, in der die Welpen kurz draußen sein konnten. Später wurden sie drinnen gewogen und bekamen ihre neuen Halsbänder, die sich bei starkem Zug selbst öffnen. Das ist eine Sicherheitsmaßnahme, damit die kleinen Rabauken sich nicht gegenseitig strangulieren, wenn sie in den nächsten Wochen immer heftiger zerren und raufen. Als ich dann bereit war für die Fotos des Tages, hatten sich schon alle zum Schlafen zurückgezogen, sodass heute nur müde Welpen und Schlafpätze zu sehen sind.

19.02.

Auch wenn es draußen ziemlich ungemütlich ist, lasse ich die Kleinen mehrmals am Tag ein bisschen raus, um mit Mama und Papa das Gelände zu erkunden. Lucy wird von ihren Kindern dabei die ganze Zeit bedrängt und tut sich schwer, sie zurückzuweisen. Indi war da sehr viel klarer, aber es gehört wohl zu Lucys weicher Art, dass sie Probleme hat, sich durchzusetzen. Ich versuche, ihr zu helfen, indem ich Jamie oder Malenka mit den Welpen spielen lasse und Lucy rausnehme. Zukucken ist aber auch nicht, was sie will. Irgendwie muss sie lernen, mal ein "Machtwort" zu sprechen. Ich hoffe, sie findet einen Weg.

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