Weisse Schäferhunde von Meierhafe
Züchter für Weisse Schweizer Schäferhunde in Niedersachsen 

Welpen-Tagebuch Teil 2:   3. und 4. Woche

Kuno, Kolja, Kalle, Kora, Karlotta, Klara - Kasper ist schon mal weg


Weiter geht's mit dem Welpen-Tagebuch Teil 3

18.04.

Heute werden die Krümel vier Wochen alt. - Eigentlich schon der Beginn eines neuen Kapitels, aber die letzten Gewichte sollten noch in die Tabelle und die Fotos sind sowieso schon von gestern. Da war nämlich richtig was los bei uns: Der erste Besuch, das erste Mal in der Hütte, und dann auch noch der erste kurze Ausflug nach draußen. Natürlich in Begleitung des gesamten Rudels. Besonders Papa Jamie hat es gefreut, seine Kinder endlich mit unter seine Fittiche zu nehmen. Die Welpen haben alles gelassen mitgemacht und werden heute dasselbe in einer ähnlichen Version erleben, bei der nur die Besucher ausgetauscht werden.


17.04.

Letzte Nacht haben die Welpen zum ersten Mal erfolgreich im Stehen getrunken. Sie hätten wohl auch durchgeschlafen, aber Lucy musste unbedingt ihre Milch loswerden. Nachdem sie alle geweckt hatte, konnte sie sich nicht überwinden, sich den Klauen ihrer rabiaten Kinder auszusetzen, und lief minutenlang im Kreis durch das Lager, gefolgt von immer lauter schreienden Krümeln. Irgendwann wollte ich das Drama beenden, aber gutes Zureden hat nicht geholfen, ich musste mich mit Kraft gegen Lucy stämmen, um sie in ihrer stehenden Position zu halten. Die Kleinen haben dann die Chance genutzt, sich an ihr Gesäuge zu hängen, und mit etwas Hilfe konnte jeder Welpe eine Zitze erwischen. Erst als die Milch zu fließen begann, war Lucy bereit, still stehenzubleiben. - Es wird wirklich Zeit, dass die Krümel raus kommen aus ihren weichen Decken und festen Boden unter die Füße kriegen, um sich die Krallen abzulaufen.

16.04.

Unsere sieben Krümel fühlen sich tagsüber in der Küchenkiste noch sehr wohl. Auch in dem etwas größeren Nachtlager neben meinem Bett kennen sie inzwischen jede Ecke und sind damit sehr zufrieden. Die Sicherheit der vertrauten Räume ist wohl genau das, was sie im Moment noch brauchen, denn sie zeigen wenig Interesse, sie zu verlassen. Nur Kolja, der übrigens auch am lautesten und am längsten schreien kann, hat es schon mal geschafft, sich am Kistenrand hochzuziehen und rauszupurzeln. Ich hoffe, bis zum Wochenende kommt noch etwas mehr Entdeckergeist in unsere verpennten Schlaraffenland-Schläfer, denn sie sollen schon morgen die ersten Besucher in der Hütte empfangen.

15.04.

Das Füttern klappt schon ganz gut, fällt in der Menge aber noch kaum ins Gewicht. Daran kann es also nicht liegen, dass die Welpen von gestern auf heute so zugenommen haben. Man kann aber sehen und hören, dass Lucy jetzt bei jedem Säugen so richtig ausgesogen wird. Die Kleinen schlucken wie die Weltmeister, bis ihre Mama komplett leergetrunken ist. Lucy zeigt deutlich, wie anstrengend das für sie ist, so große Mengen auf einmal von sich zu geben. Dafür werden die Pausen aber immer länger. Letzte Nacht haben wir alle schon fast sechs Stunden durchgeschlafen. Mal sehen, ob ich heute zwei Milch-Mahlzeiten unterbringen kann. Die Krümel sehen zwar nicht so aus, als ob sie's bräuchten, aber vielleicht entlastet das ihre Supermama.

14.04.

Gestern abend hatte ich den Eindruck, dass die Welpen Durst hätten, weil einige von ihnen etwas hechelig waren. Also hab ich ihnen einzeln aus einer ganz kleinen, flachen Schale Wasser angeboten und tatsächlich haben sie begeistert drauflos geschlabbert. Besonders Kalle wollte gar nicht wieder aufhören. Wenn sie schon so gut schlabbern können, werde ich ihnen heute die erste Welpenmilch verabreichen, zusätzlich zu den zwei kleinen Fleischmahlzeiten, die sie mir immer gierig aus den Fingern lutschen. Es sind nur noch ein paar Tage, bis sie selbständig fressen und dabei auf ihren eigenen Beinen stehen können, aber bis dahin brauchen sie täglich mehr - und Lucy muss das nicht alleine schaffen.

13.04.

Eigentlich wollte ich den Krümeln heute ihren ersten Welpenbrei verabreichen, aber sie sind so entspannt und zufrieden, dass ich damit noch warten werde. Auch Lucy macht nicht den Eindruck, als müsste ich ihre Kräfte schonen. Sie hat ja nur die eine Gruppe von Welpen zu säugen und genießt ihre langen Erholungspausen zwischendurch. Weil die Kleinen so gut satt werden, kann sie es sich auch leisten, nach dem Säugen längere Zeit zum Kuscheln bei ihnen zu bleiben, ohne dass sie zu sehr bedrängt wird. Sie sind immer noch ein bisschen im Schlaraffenland-Modus.

12.04.

Lucy säugt ihre Welpen jetzt in immer längeren Abständen. Sie sind kräftig genug, um größere Potionen auf einmal zu trinken. Morgens und abends bekommen sie ihre kleinen Fleischportionen dazu, auf diese Weise sind sie eigentlich immer satt und zufrieden. Wie gewohnt. Die kurzen Spielphasen, in denen sie ihre Umgebung und sich gegenseitig erkunden, werden auch länger, und wir haben heute probeweise den ersten Ausflug in die Küche unternommen (s.Fotos). Aber die Krümel liefen eigentlich nur aufgeregt und orientierungslos hin und her und waren erleichtert, als sie sich endlich im vertrauten Rahmen ihrer Kiste wieder zusammenkuscheln konnten.

11.04.

Heute sind unsere Krümel drei Wochen alt! Der Verlust von Kleo und Kira gleich zu Anfang hat uns sehr verunsichert und wir haben eine Weile gebraucht, um uns wieder richtig freuen zu können. Umso dankbarer sind wir jetzt, dass alle anderen Welpen von Tag zu Tag wachsen, gedeihen und sich ohne Komplikationen entwickeln. Noch sind nicht alle Sinne voll einsatzfähig, aber im Laufe der nächsten Woche wird da eine Menge passieren. In dieser Woche bleiben die Kleinen noch bei uns im Haus, wo wir ihnen nach und nach immer mehr Raum geben für ihre tapsigen ersten Schritte.

Die vierte Woche ist besonders arbeitsintensiv. Sie beeinhaltet das regelmäßige Zufüttern, später auch mit Welpenbrei, was zunächst nur einzeln geht und viel Zeit erfordert. Dazu kommt das ununterbrochene Hinterherputzen der nun selbständig abgesetzten Hinterlassenschaften, sowie viele Waschmaschinenladungen mit Laken und Handtüchern. Trotzdem ist es auch eine besonders schöne Zeit mit den Welpen, weil vieles gerade "zum ersten Mal" passiert und wir uns freuen, so nah dran zu sein. Genau in dieser Zeit entsteht der erste richtige "Kontakt". Wir werden erkannt, angewedelt und bestürmt. Die ganze Palette des hündischen Ausdrucksverhaltens wird eingesetzt, um auch mit uns zu kommunizieren. Für mich ist ein langer, inniger Blickkontakt mit einem Welpen, das schönste Geschenk in dieser Zeit.

10.04.

Die unteren Eckzähne sind durchgekommen und die Krallen haben sich zu spitzen Werkzeugen entwickelt, die Lucy gerade mächtig zusetzen. Dazu kommt, dass die Welpen sich gegenseitig allein mit ihrer Körpermasse den Zugang zu den teilweise schwer auffindbaren Zitzen versperren. Das Säugen ist also alles andere als ein Zuckerschlecken geworden, und Lucy überlegt immer länger, ob sie sich wirklich wieder in die Höhle der Löwen trauen soll. Das wird besser, sobald die Kleinen im Stehen trinken können und sie sich die Krallen auf festem Untergrund ablaufen. Bis dahin können wir aber dafür sorgen, dass sie länger satt bleiben und die Milchforderung an ihre Mama nicht mehr mit ihnen mitwächst. "Tartar" heißt in diesem Fall das Zauberwort. In kleinen Kügelchen verabreicht, ist das magere Rindfleisch der perfekte Einstieg in die Zufütterung. Noch heute soll es losgehen, denn die Krümel sind alt genug und Lucy wird es uns danken. Sie bekommt übrigens selbst täglich fünf bis sechs Mahlzeiten: Neben dem Starterfutter, das später auch die Welpen kriegen, ist mindestens zweimal Frischfleisch dabei. Zum einen das übliche Barf-Futter und zusätzlich täglich eine große Rinderbeinscheibe (500g - 700g) vom Schlachter unseres Vertrauens. Das ist Lucys Highlight des Tages. Sie genießt es, diese gewichtige Scheibe durch alle Hunde hindurchzutragen und sie unter den Augen des respektvoll zuschauenden Rudels zu verzehren. Erst wenn sie dem Knochen das Mark entnommen hat, wird er für die anderen freigegeben.

09.04.

Gestern abend haben die kleinen Krümel zum ersten Mal ihre Köpfe gehoben, als sie meine Stimme gehört haben. Heute morgen fing einer an zu heulen und sofort setzte der ganze Chor ein und heulte mit. - Ich nehme an, das Gehör hat seine Arbeit aufgenommen. Sie werden nun täglich aktiver: schlecken, schnüffeln und "beißen" in ihre Geschwister, balgen mit Körpereinsatz und kippen sich dabei gegenseitig um. Wenn wir uns zu ihnen legen, werden wir genauso fröhlich angegangen und überall befühlt. - In dieser Zeit brauchen wir keine andere Beschäftigung, als den Welpen zuzusehen, sie anzufühlen und uns in ihrer unbefangenen Lebensfreude zu sonnen. Da kann es draußen ruhig regnen, stürmen oder schnein.

08.04.

Die Nacht nach der ersten Wurmkur war genauso ruhig wie andere Nächte. Auch der neue Raum war kein Anlass zur Unruhe. Alle zwei bis drei Stunden geht Lucy zum Säugen zu ihren Babys. Bevor sie sich hinlegt, "weckt" sie die Welpen, die abseits schlafen und checkt kurz, wie alle drauf sind. Wenn es Probleme bei der Zitzenverteilung gibt, steht sie so lange wieder auf, bis es passt. Wenn möglich helfe ich, dann geht es schneller und Lucy wird nicht so gequält. Meistens klappt es, dass alle gleichzeitig trinken. Bei den großen Würfen musste ich in diesem Alter der Welpen beginnen, sie in zwei Gruppen trinken zu lassen. Dann hab ich sie außerhalb der Kiste angelegt, und wer nicht dran war, machte derweil in der Kiste Rabatz. Dagegen ist es jetzt für alle Beteiligten sehr entspannt und gemütlich. Auch Lucy wirkt in keiner Weise gestresst. Sie bleibt nach dem Säugen und Putzen oft noch lange bei den Welpen liegen, die sie dann beknabbern und belecken bis ihnen die Augen zufallen.

07.04.

Die Krümel können inzwischen schon selbständig kleine Geschäfte verrichten. Dazu entfernen sie sich jedesmal ein paar Schritte vom gemeinsamen Lager. Umso wichtiger, dass sie nun ausreichend Platz zur Verfügung haben. Mama putzt aber trotzdem mit vollem Einsatz weiter. Seit gestern sind auch die oberen Schneidezähne zu sehen und zu fühlen. Das ist diesmal ganz leise und ohne irgendwelche Begleiterscheinungen über die Bühne gegangen. Jetzt wird es wirklich Zeit für die erste Wurmkur, die sollen die Kleinen noch heute bekommen. Außerdem haben wir gerade schon die kleine Wurfkiste abgebaut, in der die Welpen bisher noch nachts geschlafen haben. Weil Lucy sich zum Säugen inzwischen ganz lang strecken muss, damit alle sieben Krümel gleichzeitig trinken können, ist darin einfach nicht mehr genug Platz. Für die Nacht ziehen wir nun gemeinsam ins hintere Schlazimmer, wo ein (mitwachsender) Teil des Raumes zum Welpenlager wird. Tagsüber ist die Küchenkiste noch groß genug.

Wenn die Gewichtszunahme diesmal besonders beeindruckt, kann das auch daran liegen, dass ich heute erst eine Mahlzeit später gewogen habe. Jedenfalls ist Kuno dabei, kräftig aufzuholen. Unser Primus Kalle musste die Führung (vorübergehend?) an Klara und Kora abgeben, aber bei den Jungs liegt er noch vorn.


06.04.

Weil sie gerade alle so schön werden, will ich euch die kleinen Krümel mal namentlich vorstellen. Dazu braucht es verschiedene Perspektiven, daher die vielen Fotos.


05.04.

Mit der dritten Woche ist auch die erste Wurmkur dran, aber ich bin gerade so glücklich mit der komplett aufgenommenen Muttermilch und der super sauberen Wurfkiste, dass ich da noch nichts hinzufügen möchte. Lucy war auch direkt vor der Geburt entwurmt worden, und ich denke, dass wir noch ein bisschen warten können. Den Welpen könnte es gerade nicht besser gehen! Auch Kuno, der Kleinste unter den Krümeln, kann gut für sich sorgen und ist auf dem besten Weg, in Papa Jamies Fußstapfen zu treten. Man darf sich durch die ersten Gewichte nicht täuschen lassen! Alle, die schon einen Welpen von uns haben, werden das bestätigen - in der einen oder anderen Richtung.

04.04.

Am Ostersonntag sind unsere K-Welpen zwei Wochen alt. Dass die meisten von ihnen jetzt auch schon die zwei Kilo erreicht haben, ist absolute Premiere in unserer Zucht. Im Vergleich dazu haben z.B. Malenkas Welpen, die auch nicht gerade leicht waren, drei bis sieben Tage länger gebraucht, um dahin zu kommen.

Die Beweglichkeit der kleinen Krümel leidet aber nicht unter ihrem Gewicht. Sie haben inzwischen das Stadium erreicht, wo sie sich wie Echsen auf krummen, kurzen Beinen fortbewegen. Recht wackelig noch, aber der Bauch berührt nicht mehr den Boden. Sehen und Hören können sie noch nicht, dafür wird - in wachen Momenten - die Nase in alle Richtungen gereckt. Wer weiß, welche Informationen sie auf diese Weise sammeln. In ihrer Küchenkiste werden sie jedenfalls von Anfang an mit wunderbaren Essensdüften umweht, auch wenn sie daran gerade null Interesse haben. Es geht nur darum, Mama zu orten, sobald sie in der Nähe ist.


Gewichtstabelle:


Karlotta

Klara

Kalle

Kasper

Kuno

Kolja

Kora

04.04.

2015g

2031g

2090g

1939g

1602g

1995g

2045g

05.04.

2110g

2160g

2180g

2010g

1720g

2120g

2180g

06.04.

2240g

2320g

2280g

2160g

1900g

2250g

2300g

07.04.

2330g

2440g

2400g

2290g

2100g

2360g

2420g

08.04.

2430g

2600g

2550g

2420g

2210g

2460g

2570g

09.04.

2500g

2690g

2680g

2540g

2350g

2590g

2690g

10.04.

2550g

2750g

2770g

2570g

2470g

2700g

2760g

vierte

Woche







11.04.

2700g

2910g

2900g

2740g

2650g

2780g

2890g

12.04.

2840g

3020g

2970g

2880g

2780g

3000g

2990g

13.04

3030g

3230g

3160g

3030g

2880g

3140g

3110g

14.04

3260g

3330g

3230g

3160g

3090g

3240g

3250g

15.04

3410g

3480g

3420g

3350g

3240g

3450g

3370g

16.04

3610g

3610g

3590g

3450g

3400g

3630g

3530g

17.04.

3650g

3740g

3760g

3560g

3510g

3750g

3610g

18.04.

3770g

3780g

3960g

3690g

3680g

3880g

3700g









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