Weisse Schäferhunde von Meierhafe
Züchter für Weisse Schweizer Schäferhunde in Niedersachsen 

Welpen-Tagebuch Teil 4


08.05.

Sie sind soo süß! Und sie fragen so viel und wollen am liebsten überall dabei sein. Noch sind sie in ihrer Hundefamilie am besten aufgehoben, wo sie jede Menge Liebe und Geborgenheit tanken und gleichzeitig die Grundregeln von Anstand und Respekt verinnerlichen. Es nähert sich aber die Zeit, wo jeder Krümel seine eigene Familie bekommt, seinen Menschen hinterherläuft, nach deren Spielregeln fragt, und bereit ist, ihnen genau so zu vertrauen, wie jetzt den Menschen und Hunden in Meierhafe.

07.05.

Die Krümel ertragen jeden Tag auf's Neue den Wind und die Kälte. Dabei gedeihen sie richtig gut, sind fit und unternehmungslustig. Sie wissen ja, wo sie sich warm zusammenkuscheln können, wenn sie müde werden. Für die Welpen ist so ein Wetter wahrscheinlich angenehmer als die große Hitze der vergangenen Sommer, in der die Kleinen tagsüber meistens auf ihren Schattenplätzen dösten und erst abends aktiv wurden. Für uns Menschen ist das Zusammen-draußen-sein zur Zeit etwas schwerer zu ertragen, aber wir haben ja die Hütte. Und ab Morgen wird's wärmer!


06.05.

Sonne am Morgen! Das war die Gelegenheit, das Tor zur Weide zu öffnen und einen kleinen Ausflug zu wagen. Die Krümel haben sich noch sehr an den Großen orientiert und die hatten wenig Mühe mit der Aufsicht. Prompt haben die Frauen sich kurz zum Toben abgesetzt und die Kinder ihrem Papa überlassen. Da sind sie ja auch in besten Händen!


05.05.

Das nasskalte Wetter nervt. Kuschelzeiten finden überwiegend in der Hütte statt und wir sind froh, wenn die Krümel wenigstens für ihre Toilettengänge rausgehen. Das klappt mit Anleitung immer öfter. Die Garage mit dem Nachtlager ist bei schlechtem Wetter auch tagsüber zugänglich und wird gern genutzt, leider meistens als Innentoilette. Sonst ist aber alles ok. Die Verteilung der Welpen auf die wartenden Familien ist seit gestern abgeschlossen. Nun haben wir wieder eine neue Herausforderung: Nicht nur, dass Kolja inzwischen Kamino heißt, nein, Kasper soll ab sofort Kolja heißen! Ob wir das schaffen? Wir geben uns Mühe. Schließlich kennen wir unsere Pappenheimer, egal unter welchem Namen.


04.05.

Die beliebteste Mahlzeit des Tages ist tatsächlich die Barf-Mahlzeit am Morgen. Dafür lassen die Krümel sogar ihre Mutter stehen. Sie bekommen ihr Fleisch jetzt gemeinsam auf zwei Näpfe verteilt, das klappt ganz gut. Lucy säugt nach wie vor zweimal täglich, aber ihr Gesäuge hat sich in den letzten zwei Wochen gut zurückgebildet und ihre Milch spielt kaum noch eine Rolle für die Ernährung ihrer Welpen. Es ist aber ein schönes Ritual, sich schmatzend und glucksend an Mamas Bauch zusammenzufinden, und inzwischen kann selbst Lucy das wieder genießen. Dreimal täglich gibt es dann noch das Starterfutter, nur mit wenig Wasser eingeweicht. Allzu matschig finden sie doof, und Welpenmilch brauchen sie auch nicht mehr dazu. Heute ist außerdem mal wieder eine Wurmkur dran, die dritte inzwischen.

03.05.

Unsere Krümel sind nun aus dem Gröbsten raus, aber es bleiben ihnen noch mehr als zwei Wochen, um in der vertrauten Umgebung und im Schutz ihrer fürsorglichen Hundefamilie zu wachsen, zu lernen und an Sicherheit zu gewinnen. In dieser letzten Etappe geht es vor allem um die Erziehung der heranwachsenden Welpen, also das Einüben eines angemessenen Sozialverhaltens, mit dem sie langfristig auch in anderen Hundekontakten bestehen können. Unsere erwachsenen Hunde sind sehr geübt im Umgang mit Welpen, und wenn man ihnen zusieht, kann man lernen, worauf es dabei ankommt. Natürlich bringen wir Menschen uns auch ein, aber so genau und so klar verständlich wie die Hunde untereinander kommunizieren, sind wir noch lange nicht. Zum Glück lernen die Hunde trotzdem irgendwann, auch uns zu deuten. Wenn wir dann bereit sind, nicht nur ihren Gehorsam zu fordern, sondern ihnen auch zuzuhören (sie zu "lesen"), können auch wir Menschen einen feinen, leisen und "höflichen" Umgang mit unseren Hunden lernen.


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