Weisse Schäferhunde von Meierhafe
Züchter für Weisse Schweizer Schäferhunde in Niedersachsen 

Welpen-Tagebuch Teil 4


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13.05.

Heute waren die Krümel schon fast wieder eingeschlafen, als ich endlich mit der Kamera bei ihnen war. Nur Karlotta kam mir wie immer entgegengelaufen. Da kann sich jemand auf eine aktive kleine Hündin freuen!

Beim gestrigen Autofahren kam es zu heftigen Protesten von Kamino und Kora. Letzte kam sogar auf der Rückfahrt erst gegen Ende zur Ruhe. Kamino hat zwar früher aufgegeben, war dafür aber um so lauter. Ich glaube, er konnte es nicht akzeptieren, eingesperrt zu sein. Trotzdem behaupte ich mal, dass sie den Ausflug überwiegend toll fanden. Für uns ist es einfach schön, dabei zu sein, wenn die Kleinen etwas zum ersten Mal erleben oder bewußt tun. Auf unseren kleinen Spaziergängen geraten sie oft in Konflikt zwischen weiterschnüffeln und zur Gruppe aufschließen. Die Entscheidungen fallen ganz unterschiedlich aus.


12.05.

Kalle und Kolja haben ihre erste Fahrstunde einfach nur genossen. Da gab es nichts zu beruhigen, die beiden waren von Anfang an so entspannt, dass wir uns das Aussteigen bei strömendem Regen erspart haben.

Zur Ernährungslage ließe sich noch sagen, dass die Krümel schon seit Beginn der achten Woche auf drei Mahlzeiten täglich umgestellt wurden. Die erste davon ist die (große) Barf-Mahlzeit, die sie in Windes Eile verschlingen. Danach sind sie tatsächlich nicht mehr so leicht für das Trockenfutter zu begeistern, jedenfalls hat sich der Verbrauch seitdem halbiert. Das bekommt ihnen aber gut, wie ihre festen Haufen und ihre beständige Fitness uns verraten.


11.05.

Gestern haben wir mit den Fahrstunden begonnen. Karlotta und Kuno waren zuerst dran, weil sie immer so neugierig wirken. Im Auto zeigte Karlotta uns, dass sie sowohl zum Schreien als auch zum Hochspringen deutlich mehr Energie zur Verfügung hatte als Kuno. Sie war auf der Hinfahrt jedenfalls noch gar nicht zu beruhigen, dafür aber bei dem kleinen Waldspaziergang wieder sehr aufmerksam und auf uns bezogen. Wir haben uns auf eine Lichtung gesetzt, Lucy dicht bei uns gehalten, und die Krümel konnten sich in aller Ruhe umschauen (mit der Nase). Noch sind sie klein genug, um sich nicht so weit zu entfernen, aber in einer Woche und mit einer größeren Gruppe kann das schon schwieriger werden. Auf der Rückfahrt lagen beide Welpen dann entspannt schlafend zu meinen Füßen, als wäre das sowieso ihr liebster Schlafplatz.

Die Fotos sind ganz frisch aus dem Regen, nur die Farbe in Kunos Gesicht ist schon von gestern (rote Zementfarbe von den Dachdeckern - soll irgendwann wieder abgehen.)


10.05.

Inzwischen haben die Krümel schon alle Bereiche unseres Grundstücks erkundet. Es ist gar nicht mehr so einfach, sie wieder einzufangen, wenn sie sich in ihrer Entdeckerfreude weit voneinander entfernen. Zum Glück kann hier aber nicht viel passieren, außerdem sind die verlorenen Schäfchen meistens in der Höhle im Wald versteckt.

Die Fotos sind von gestern, aber noch nicht altbacken.


09.05.

Schon wieder ein kleiner Geburtstag bei den Krümeln. Sieben Wochen sind sie heute alt. Der Geburtstagsbesuch kommt erst am Nachmittag, aber wir haben schon mal gewogen, wobei die Babywage an ihre Grenzen kam.

Kamino (der alte Kolja) hat seinen Abstand zu den anderen noch vergrößert und wiegt 9500g. Er beeindruckt durch seine Größe, ist aber im Verhalten ausgeglichen und unauffällig.

Kalle, der vermeintliche Primus, ist mit 8620g immerhin wieder auf Platz zwei gelandet. Er spielt und kuschelt gern, ist aber kein Raufer, sondern hält sich eher mal zurück.

Kolja (ehemals Kasper) wiegt 8410g und teilt sich diesen dritten Platz mit seiner immer noch (zu) moppeligen Schwester Klara. Beide wissen sich zu behaupten unter den Geschwistern, wobei Kasper deutlich offener und aktiver ist.

Nun folgt Kuno, nach wie vor der kleinste Rüde, mit 8120g. Er ist unverändert aufgeschlossen, unkompliziert und zu allem bereit.

Die immer noch sehr großrahmig angelegte Kora wiegt 8040g. Sie lässt sich gern auf Menschen ein, die sie bekuscheln, ganz besonders auf ihre Freundin Janne. Sonst agiert sie eher langsam und vorsichtig, kann sich aber problemlos durchsetzen, wenn sie bedrängt wird.

Als leichtestes Mädel kommt zuletzt mit 7540g die erstgeborene Karlotta. Sportlich und gut gebaut lässt sie Eigenschaften ihrer Mutter erkennen: drängelig, wach, neugierig und reaktionsschnell: der "Bordercollie" unter den Krümeln.


08.05.

Sie sind soo süß! Und sie fragen so viel und wollen am liebsten überall dabei sein. Noch sind sie in ihrer Hundefamilie am besten aufgehoben, wo sie jede Menge Liebe und Geborgenheit tanken und gleichzeitig die Grundregeln von Anstand und Respekt verinnerlichen. Es nähert sich aber die Zeit, wo jeder Krümel seine eigene Familie bekommt, seinen Menschen hinterherläuft, nach deren Spielregeln fragt, und bereit ist, ihnen genau so zu vertrauen, wie jetzt den Menschen und Hunden in Meierhafe.

07.05.

Die Krümel ertragen jeden Tag auf's Neue den Wind und die Kälte. Dabei gedeihen sie richtig gut, sind fit und unternehmungslustig. Sie wissen ja, wo sie sich warm zusammenkuscheln können, wenn sie müde werden. Für die Welpen ist so ein Wetter wahrscheinlich angenehmer als die große Hitze der vergangenen Sommer, in der die Kleinen tagsüber meistens auf ihren Schattenplätzen dösten und erst abends aktiv wurden. Für uns Menschen ist das Zusammen-draußen-sein zur Zeit etwas schwerer zu ertragen, aber wir haben ja die Hütte. Und ab Morgen wird's wärmer!


06.05.

Sonne am Morgen! Das war die Gelegenheit, das Tor zur Weide zu öffnen und einen kleinen Ausflug zu wagen. Die Krümel haben sich noch sehr an den Großen orientiert und die hatten wenig Mühe mit der Aufsicht. Prompt haben die Frauen sich kurz zum Toben abgesetzt und die Kinder ihrem Papa überlassen. Da sind sie ja auch in besten Händen!


05.05.

Das nasskalte Wetter nervt. Kuschelzeiten finden überwiegend in der Hütte statt und wir sind froh, wenn die Krümel wenigstens für ihre Toilettengänge rausgehen. Das klappt mit Anleitung immer öfter. Die Garage mit dem Nachtlager ist bei schlechtem Wetter auch tagsüber zugänglich und wird gern genutzt, leider meistens als Innentoilette. Sonst ist aber alles ok. Die Verteilung der Welpen auf die wartenden Familien ist seit gestern abgeschlossen. Nun haben wir wieder eine neue Herausforderung: Nicht nur, dass Kolja inzwischen Kamino heißt, nein, Kasper soll ab sofort Kolja heißen! Ob wir das schaffen? Wir geben uns Mühe. Schließlich kennen wir unsere Pappenheimer, egal unter welchem Namen.


04.05.

Die beliebteste Mahlzeit des Tages ist tatsächlich die Barf-Mahlzeit am Morgen. Dafür lassen die Krümel sogar ihre Mutter stehen. Sie bekommen ihr Fleisch jetzt gemeinsam auf zwei Näpfe verteilt, das klappt ganz gut. Lucy säugt nach wie vor zweimal täglich, aber ihr Gesäuge hat sich in den letzten zwei Wochen gut zurückgebildet und ihre Milch spielt kaum noch eine Rolle für die Ernährung ihrer Welpen. Es ist aber ein schönes Ritual, sich schmatzend und glucksend an Mamas Bauch zusammenzufinden, und inzwischen kann selbst Lucy das wieder genießen. Dreimal täglich gibt es dann noch das Starterfutter, nur mit wenig Wasser eingeweicht. Allzu matschig finden sie doof, und Welpenmilch brauchen sie auch nicht mehr dazu. Heute ist außerdem mal wieder eine Wurmkur dran, die dritte inzwischen.

03.05.

Unsere Krümel sind nun aus dem Gröbsten raus, aber es bleiben ihnen noch mehr als zwei Wochen, um in der vertrauten Umgebung und im Schutz ihrer fürsorglichen Hundefamilie zu wachsen, zu lernen und an Sicherheit zu gewinnen. In dieser letzten Etappe geht es vor allem um die Erziehung der heranwachsenden Welpen, also das Einüben eines angemessenen Sozialverhaltens, mit dem sie langfristig auch in anderen Hundekontakten bestehen können. Unsere erwachsenen Hunde sind sehr geübt im Umgang mit Welpen, und wenn man ihnen zusieht, kann man lernen, worauf es dabei ankommt. Natürlich bringen wir Menschen uns auch ein, aber so genau und so klar verständlich wie die Hunde untereinander kommunizieren, sind wir noch lange nicht. Zum Glück lernen die Hunde trotzdem irgendwann, auch uns zu deuten. Wenn wir dann bereit sind, nicht nur ihren Gehorsam zu fordern, sondern ihnen auch zuzuhören (sie zu "lesen"), können auch wir Menschen einen feinen, leisen und "höflichen" Umgang mit unseren Hunden lernen.


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